17.11.2011, 11:19 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Nusa Dua (dpa) - Das Jahrzehnte lang geächtete Birma wird in drei Jahren den Vorsitz der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) übernehmen. Darauf einigten sich die zehn Staats- und Regierungschefs des Bündnisses bei ihrem Gipfeltreffen in Nusa Dua auf der indonesischen Insel Bali.
Dies sagte der birmanische Informationsminister Kyaw Hsen im Anschluss an das Treffen. Für Birma ist dies ein beispielloser diplomatischer Triumph.
Das Land wurde bis zum Frühjahr fast 50 Jahre vom Militär regiert. Die Junta ließ im vergangenen Jahr erstmals seit 20 Jahren wählen. Sie sicherte dem Militär mit einer umstrittenen Verfassung zwar sowohl bleibenden Einfluss auf die Politik als auch Schlüsselpositionen der Regierung. Dennoch sehen Beobachter unter Präsident Sein Thein - der unter der Junta Ministerpräsident war - Anzeichen einer Demokratisierung.
Quelle: dpa
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