13.10.2010, 10:55 Uhr
Der als Ryanair-Hasser bekannt gewordene Engländer Robert Tyler setzt seinen virtuellen Kampf gegen die irische Billigfluglinie trotz einer Niederlage vor Gericht fort. Der Mann aus London benannte seine Website "ihateryanair.co.uk", die mit Kraftausdrücken gespickte Schimpfkanonaden auf die Fluggesellschaft enthält, in "ihateryanair.org" um.
Das von Ryanair angerufene Schiedsgericht zur Regelung von Domain-Streitigkeiten im Internet hatte sich jedoch kaum an den Inhalten des Internetauftrittes an sich gestört, sondern nur an einigen kommerziellen Anzeigen, die darauf verlinkt waren. Daraus hatte Tyler Einnahmen in Höhe von umgerechnet rund 365 Euro erzielt. Diese stehen ihm nach Auffassung des Gerichts jedoch nicht zu, weil er sie mit Hilfe des Markennamens der Fluglinie erzielt habe. Tyler musste seine alte Domain jetzt der Airline aushändigen.
Der Verurteilte nahm darauf kurzerhand die Anzeigen herunter und wechselte einfach die Domain. Auf seiner neuen Website rätselt er nun öffentlich darüber, ob er Berufung einlegen soll. Diese koste 3000 Pfund, schreibt er, und dafür könne er 16 Millionen Flüge bei Ryanair kaufen, allerdings ohne Buchungsgebühren, Gepäckaufschläge und Kreditkartengebühren - ganz zu schweigen von den Kosten für eine Busfahrt von oder zu einem der Ryanair-Flughäfen im Nirgendwo.
Quelle: dpa
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