28.11.2007, 20:38 Uhr
Die Leistungen von Deutschlands Schülern werden seit Jahren immer wieder getestet. Am Mittwoch standen die Grundschüler im Fokus, deren Lesefähigkeiten im Rahmen der IGLU-Studie überprüft wurden. Daneben gibt es vor allem die PISA-Studie, aber auch die nationale DESI-Untersuchung.
Lesen in der Grundschule
IGLU: Bei der "Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung" wird das Leseverständnis von Schülern der vierten Klasse getestet. Weltweit nahmen an der aktuellen Untersuchung 45 Staaten und Regionen teil. In Deutschland gibt es zudem eine nationale Erweiterungsstudie (IGLU-E), bei der die Leistungen der 16 Bundesländer miteinander verglichen werden. Die Ergebnisse dieses Vergleichs werden allerdings erst im kommenden Jahr veröffentlicht. Bei IGLU-E werden auch besondere Aspekte wie Ganztagsangebote, die Nutzung neuer Medien oder spezifische Förderangebote im Lesen für Jungen untersucht.
Unterschiedliche Schwerpunkte
PISA: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) untersucht im Rahmen des "Programme for International Student Assessment" die Leistungen 15-jähriger Schüler. Die Tests der internationalen Vergleichsstudie werden regelmäßig im Abstand von drei Jahren für die Bereiche Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften vorgenommen. Dabei werden jeweils unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Bei der aktuellen Studie sind dies die Naturwissenschaften. Das mittelmäßige Abschneiden der deutschen Schüler bei den ersten beiden PISA-Studien hatte heftige Debatten über das deutsche Schulsystem ausgelöst. Es gibt ebenfalls eine nationale Erweiterungsstudie (PISA-E) für den Vergleich der 16 Bundesländer.
Defizite an Hauptschulen
DESI: Im Gegensatz zu PISA und IGLU handelt es sich bei der Studie "Deutsch-Englisch-Schülerleistungen-International" (DESI) um eine Untersuchung in deutscher Eigenregie. Unter Federführung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) untersuchten Forscher die Leistungen von Schülern der neunten Klasse in den Fächern Deutsch und Englisch. Nach den im Jahr 2006 veröffentlichten Ergebnissen bestehen etwa in Englisch vor allem an Hauptschulen, aber auch an integrierten Gesamtschulen große Defizite, während vor allem an Gymnasien die Leistungen von zehn bis 15 Prozent der Schüler weit über die Anforderungen der Lehrpläne herausragen.
Quelle: dpa
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