07.02.2012, 20:18 Uhr
Die Täter machten sich einen neuen Passus im Telekommunikationsgesetz zunutze, die es Netzbetreibern ermöglicht, "Mehrwertdienstleistungen" über die Telefonrechnung einzuziehen. (Quelle: dpa)
Frankfurt/Main (dpa) - Mindestens 100 000 Telefonkunden sind von einer Firma betrogen worden, die illegal und unbemerkt Geld über die Telefonrechnung einzog.
Drahtzieher und sieben weitere Männer wurden festgenommen. 1000 Polizisten durchsuchten Wohnungen und Büros in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gegen 14 Beschuldigte wird wegen gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Betrugs ermittelt, wie die federführende Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main berichtete. Die Firma soll seit Mitte 2011 mehr als 1,6 Millionen Euro erbeutet haben.
Acht führende Köpfe der Bande wurden festgenommen, darunter der Erfinder der Betrugsmethode, ein 31 Jahre alter Frankfurter, seine "rechte Hand" und der Geschäftsführer einer der beteiligten Firmen. Sie sollen am Dienstag und Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden. Die meisten der 64 Durchsuchungen fanden im Rhein-Main-Gebiet statt. Dabei fiel den Beamten umfangreiches "Beweismaterial" in die Hände.
Die Bande machte sich einen neuen Passus im Telekommunikationsgesetz zunutze, die es Netzbetreibern ermöglicht, sogenannte "Mehrwertdienstleistungen" über die Telefonrechnung einzuziehen. Der Betrügerring habe offensichtlich erkannt, "dass diese Art der Abrechnung die Möglichkeit bietet, leichter als über einen Lastschrifteneinzug vermeintliche Forderungen einzuziehen, da diese Art des Inkasso in der Bevölkerung weitgehend unbekannt ist", erklärte Oberstaatsanwalt Thomas Bechtel. Viele Telefonkunden sähen sich ihre Telefonrechnung gar nicht an.
Die Betrüger riefen gezielt ältere Menschen an und köderten sie mit Kosmetik- oder Benzingutscheinen. Dann wurde ihnen ein Gewinnspiel aufgeschwatzt, dessen Beiträge mit der Telefonrechnung eingezogen werden sollten. Das Einverständnis und den für den Einzug nötigen Berechtigungscode erschwindelten sich die Call Center-Mitarbeiter, indem sie vorgeschobene Fragen stellten, auf die die Kunden nur mit "Ja" antworten konnten.
Quelle: dpa
Telefonist schrieb:
am 8. Februar 2012 um 13:05:37
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Abzocke
Hab gelesen es sollen genau 100 001 Abgezockte geben !
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K-H aus Lippe schrieb:
am 8. Februar 2012 um 08:54:21
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Telefonabzocke
Die Betrüger suchen sich wie immer das schwächste Glied in der Kette! Ältere Leute haben oft das Problem, erst mal die
Abzocke als Solche zu erkennen.
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K.A. schrieb:
am 7. Februar 2012 um 22:54:44
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Betrüger-Abzocke
Die gesamte Krimminelle Basis wird den Betrügern derart leicht gemacht
das der Verdacht sehr nahe liegt das der
Steuerfiskus hier bewußt mit am Ruder dreht. Früher mußte immer ein schriftlicher Vertrag zum tragen kommen
Jetzt wird von Abzockganoven durch Telefonmißbräuchliche Nutzung
nur die Frage .Z.B.gestellt: Gehts gut? Und mit einem ja ,gleich welcher Frage,
hat man emense ,oft nicht mal zu bezahlende Kosten am Hacken Diese Betrugs unterstützte und erlaubte Raffgier macht einem richtig Angst
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