25.12.2011, 09:57 Uhr
In der Geburtskirche in Bethlehem feiern Christen an Heiligabend die Mitternachtsmesse (Quelle: AFP)
Zehntausende Pilger und Touristen haben sich am Samstag zum Auftakt der Weihnachtsfeierlichkeiten in Bethlehem eingefunden. Der 15 Meter hohe Weihnachtsbaum auf dem Krippenplatz strahlte am Abend im Lichterglanz, in der Stadt herrschte eine festliche Atmosphäre. Höhepunkt war am Abend die Mitternachtsmesse in der Geburtskirche.
Die Kirche steht an der Stelle, an der Jesus der Überlieferung zufolge vor rund 2000 Jahren zur Welt kam.
Über 500 Christen haben sich den Weg vom Gazastreifen zu dem sagenumwobenen Geburtsort von Jesus gemacht. Israel öffnet dafür extra seine Grenzen. zum Video
Die israelischen Streitkräfte gaben die Zahl der Besucher, darunter Ausländer und arabische Christen aus Israel, mit rund 100.000 an, deutlich mehr als die 70.000 im Vorjahr. Tausende Palästinenser aus dem Westjordanland kamen ebenfalls in die Stadt. Zusätzlich erlaubte Israel ausnahmsweise auch etwa 550 Christen aus dem Gazastreifen, nach Bethlehem zu reisen.
In den Straßen waren auch überraschend viele verschleierte Musliminnen mit ihren Familien unterwegs. "Wir mögen es, diesen Feiertag mit unseren christlichen Brüdern zu teilen", sagte die 46 Jahre alte Amal Ajasch, die mit ihren drei Töchtern zum Krippenplatz kam.
Wie viele andere Pilger musste auch der höchste katholische Würdenträger des Heiligen Landes, der lateinische Patriarch von Jerusalem Fuad Twal, israelische Sicherheitskontrollen durchqueren, um nach Betlehem zu gelangen. Er kam mittags in der traditionellen Prozession von Jerusalem aus an und feierte später die Mitternachtsmette in der Geburtskirche. In seiner Predigt sprach er den Arabischen Frühling an und betete für Versöhnung in Syrien, Ägypten, dem Irak und Nordafrika.
Gleichzeitig kritisierte er die internationale Gemeinschaft dafür, die Palästinenser zur Wiederaufnahme eines "gescheiterten Friedensprozesses" zu drängen, der einen bitteren Nachgeschmack von gebrochenen Versprechen und Misstrauen hinterlasse.
Der Bürgermeister von Betlehem äußerte die Hoffnung, dass das Weihnachtsfest ein Jahr einläute, das die Palästinenser näher an ihren eigenen Staat bringe. "Wir feiern dieses Weihnachten in der Hoffnung, dass wir in der nahen Zukunft unser Recht auf Selbstbestimmung erhalten", sagte Victor Batarseh. "Darum ist dieses Weihnachtsfest einzigartig."
Quelle: dapd
Protestant schrieb:
am 25. Dezember 2011 um 13:34:23
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"Religion und Politik"
Mein Kommentar: "Religion und Politik", sollte die Überschrift heißen. Hat aber nichts mit Weihnachten zu tun...
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