14.11.2011, 09:27 Uhr
Die Chancen für eine italienische Übergangsregierung unter dem ehemaligen EU-Kommissar Mario Monti steigen nach Medienberichten. Als "Gegengift gegen den Zusammenbruch" würdigt ihn die Turiner Tageszeitung "La Stampa". Monti sei in der "Pole Position", Berlusconis Sessel in einer Übergangsregierung zu übernehmen. Ein Großteil der linken Opposition favorisiert den 68-jährigen Norditaliener schon länger. Doch nun soll auch der scheidende Silvio Berlusconi seine Meinung geändert haben.
Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa aus Regierungskreisen berichtete, halte Berlusconi eine Übergangsregierung inzwischen für unumgänglich. Und auch einer Regierung unter Führung von Monti stehe er offen gegenüber. Berlusconi hatte sich bisher stets für baldige Neuwahlen ausgesprochen. Aus dem rechten Spektrum war vor allem sein Vertrauter Gianni Letta für den Posten des Regierungschefs vorgeschlagen worden.
Hintergrund für die Berichte ist eine Entscheidung von Staatspräsident Giorgio Napolitano. Dieser hatte Monti am Mittwochabend überraschend zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Silvio Berlusconi beglückwünschte den neuen Senator in einem Telegramm: "Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Arbeit im Interesse des Landes". Die Ernennung war nicht zwingend notwendig. Politik und Medien werteten dies aber als eindeutiges Zeichen dafür, dass Napolitano den 68-jährigen Mailänder Wirtschaftsexperten so bald wie möglich zum Chef einer Übergangsregierung machen will. Dafür muss Monti allerdings eine Mehrheit im Parlament finden.
Bisher steht Medienberichten zufolge - neben einem Großteil der Opposition - nur ein Teil von Berlusconis Regierungspartei Pdl (Volk der Freiheit) einer Regierung Monti offen gegenüber. Der bisherige Koalitionspartner Lega Nord habe sich in einem nächtlichen Krisengipfel strikt dagegen ausgesprochen. Dasselbe gelte für die kleine Antikorruptionspartei Idv (Italien der Werte) unter Antonio di Pietro. Eine Lösung Monti wäre "eine Regierung, die auf die Banken, das Finanzsystem, ja gar die Spekulanten hört", erklärte Di Pietro. Mit den Interessen der italienischen Bevölkerung habe dies nichts zu tun.
Seine neue CD, die fünfte, musste wegen der Finanzkrise verschoben werden. zum Video
Rom hatte nach einem schwarzen Tag auf den Märkten am Mittwochabend beschlossen, das geplante Stabilitätsgesetz mit den in Brüssel versprochenen Reformzusätzen nun im Eiltempo schon am Samstag definitiv zu verabschieden. Danach müsste Berlusconi zurücktreten. Der Medienmogul hatte am Vortag seinen Abtritt angekündigt, sobald die Reformen beschlossen sind. Die Abstimmung über den Rechenschaftsbericht seiner Koalitionsregierung hatte gezeigt, dass er keine Mehrheit mehr im Parlament hat. Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker mahnte, "Italien darf die Maßnahmen nicht nur ankündigen, sondern muss sie auch umsetzen".
Der Euro fiel am Mittwoch nach der Rücktrittserklärung Berlusconis in Richtung 1,36 US-Dollar. Die europäischen Aktienmärkte starteten zwar mit Gewinnen in den Handel, sackten dann aber rasch mehr als 2,5 Prozent ins Minus. Die Rendite der richtungsweisenden italienischen Staatsanleihe mit zehnjähriger Laufzeit lag erstmals seit der Euro-Einführung über der Marke von sieben Prozent.
Seit rund 20 Jahren prägt Silvio Berlusconi die italienische Politik. Wie ein Stehaufmännchen überstand er Finanzaffären und Sexskandale. zum Video
Italien ist nach Griechenland das Mitglied mit der höchsten Staatsverschuldung gemessen an der Wirtschaftsleistung. Der Schuldenberg der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone beläuft sich auf rund 1,9 Billionen Euro. Inzwischen überwachen die Europäische Union und der IWF die Sanierung des Landes.
Quelle: dpa , AFP
Bernd schrieb:
am 10. November 2011 um 17:13:08
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Monti
Wieder ein EU- Verbrecher, es wird weiterbelogen, betrogen und beschönigt !
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Eva schrieb:
am 10. November 2011 um 17:12:35
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Italien.
Wenn eine Marionette von Silvio an die Macht kommt, ändert sich
GAR NICHT'S. Dann zieht er hinter den Kulissen die Fäden weiter.
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JTU.350 schrieb:
am 10. November 2011 um 15:59:30
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Wird Mario Monti der neue starke Mann in Italien?
De la Rue in UK steht bereit die Neue DM zu produzieren da der Euro keine überlebens
Chance mehr hat, die Verschuldung in der Euro-Zone ist gewaltig bedingt durch Staats-Schulden und die Investitionen der Banken nicht nur in Europa auch in den USA wo viele Staaten Pleite sind. Diese enormen Summen können nicht durch die Leistungsträger in Europa abgefangen werden. Der Schulden Rettungsschirm zerbricht. Es ist daher höchste Zeit Frau Merkel abzulösen, die DM-Zone kommt, mit Staaten wie,D,NL,A,u.a
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