06.11.2010, 14:02 Uhr
Straßenprostitution soll in Italien unter Strafe gestellt werden (Foto: dpa)
Der von pikanten Enthüllungen über sein Privatleben gebeutelte italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi will Straßenprostitution künftig unter Strafe stellen. Das Verbot ist Teil eines neuen Sicherheitsgesetzes, das Berlusconi in Rom vorstellte - und dafür Hohn und Spott erntete.
Das Gesetz wurde im Kabinett bereits gebilligt und muss nun noch dem Parlament zur Entscheidung vorgelegt werden. Die Opposition reagierte mit beißendem Spott auf die Pläne. "Wenn es nicht so furchtbar ernst wäre, dann wäre es urkomisch", sagte Senatorin Donatella Poretti von der Demokratischen Partei. "Wir hätten von einem erfahrenen Konsumenten von bezahltem Sex eine liberalere Einstellung erwartet."
Die italienische Presse berichtet derzeit ausführlich über eine Marokkanerin namens Ruby, die als 17-Jährige an ausschweifenden Festen in Berlusconis Villa in Arcore nahe Mailand teilgenommen haben soll. Eine 28-Jährige gab unlängst an, von Berlusconi 10.000 Euro für sexuelle Dienstleistungen bekommen zu haben. Berlusconi bezeichnete die Vorwürfe gegen ihn als Angriffe auf seine Person, die "würdelos und widerlich" seien.
Auch in der Vergangenheit geriet der 74-Jährige mehrfach wegen ausschweifender Partys und angeblicher Affären etwa mit einem Callgirl in die Schlagzeilen. Für Aufregung sorgte auch seine Bekanntschaft mit der damals Minderjährigen Noemi. Seine Frau Veronica Lario reichte wegen der Eskapaden die Scheidung ein.
Quelle: AFP
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