25.08.2011, 16:08 Uhr
Georg Baur rettete dem 30 Jahre alten Opfer des Berliner U-Bahn-Schlägers vermutlich das Leben (Quelle: dpa)
Im Prozess um den brutalen Überfall am Berliner U-Bahnhof Friedrichstraße hat der Zeuge ausgesagt, der dem 30-jährigen Opfer möglicherweise das Leben gerettet hat. Georg Baur aus dem bayerischen Ederheim beklagte vor dem Landgericht, dass andere Passanten auf dem U-Bahnhof nicht zu Hilfe geeilt seien.
"Das Opfer lag auf dem Bahnsteig", erinnert sich Georg Baur an die schockierende Szene nach dem Angriff auf einen damals 29-jährigen Berliner. "Ich habe an nichts gedacht, ich habe ihn weggezogen" vom Täter, sagt der Maler und Lackierer im Prozess vor dem Berliner Landgericht. Er habe den Täter im Schwitzkasten gehabt und den Leuten zugeschrien, sie sollten helfen. Vergebens.
Im Berliner Landgericht gibt Torben P. ein Geständnis zum Prozessauftakt ab. zum Video
Der Hauptangeklagte, ein 18-jähriger Gymnasiast, hat die Tat vor dem Jugendgericht inzwischen gestanden. Überwachungskameras hatten aufgezeichnet, wie der Schüler viermal wuchtig auf den Kopf des am Boden liegenden Opfers eintritt. Der Berliner selbst bezeichnete seinen Exzess als "Schweinerei", er habe keine Erklärung. Dem Schüler aus gutem Elternhaus wird versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Das Opfer ist bis heute in Therapie und kann sich an den Angriff nicht erinnern.
Baur, der aus Ederheim stammt, hatte die Tritte selbst nicht gesehen. Auch den Schlag mit einer Flasche ins Gesicht, der das Opfer zu Boden brachte, hatte der Bayer nicht beobachtet. Er hörte nur einen dumpfen Knall und rannte los, um zu helfen. "Als der Täter nochmals auf das Opfer zuging, habe ich ihn in den Schwitzkasten genommen", erinnert sich der 22-Jährige. Doch er bekam einen Tritt in seinen Rücken. Der Bayer ging zu Boden. Automatisch ließ er den 18-jährigen Schläger los. "Es standen viele Leute herum, keiner hat mir geholfen", klagte der Helfer. Als er hinterher eine Reinigungskraft fragte, warum dieser nichts unternahm, habe der Mann erwidert, er dürfe das nicht.
Durch die Schläge und Tritte des Gymnasiasten und seines mitangeklagten Freundes hatte Baur Rückenschmerzen und trug eine Schürfwunde im Gesicht davon. Für seine Courage wurde der Bayer öffentlich geehrt. Für viele in Berlin ist er ein Held.
Quelle: dpa
Elma schrieb:
am 25. August 2011 um 20:19:56
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(8)
Danke dem Helfer
Da muss erst ein Junge aus Bayern, der noch gelernt hat das man sich wehrt,
kommen und Schlimmeres verhindern. Da tritt und
springt ein Hampelmann aus vermeintlich gutem Hause einem am Boden liegenden auf den Kopf. Die Eltern müsste man einsperren. Dieses arrogante sich für etwas besseres haltende Pack. Große Karriere und keine Zeit mit den Kindern verbracht. Zu Klarstellung: Ich habe jetzt das ganze Video gesehen. Beide, auch das Oppfer total voll hatten Stress. Aber wenn einer fällt ist Ende.
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Kora schrieb:
am 25. August 2011 um 20:03:21
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(34)
Helfer
Die Kommentare, dass ein Helfer von unserer Justiz noch bestraft wird, ist kompletter Unsinn. Wenn man einem Menschen hilft, der in
Not ist, so wird das auch von der Justiz anerkannt. Wenn man einen Verbrecher davon abhält, einen Menschen umzubringen, ist jedes Mittel recht. Auch der windigste Rechtsanwalt kann hier nichts ausrichten. Nur wenn die Justiz Verfahrensfehler begeht, hat der Verbrecher gute Karten. Das kann man aber nicht verallgemeinern.
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MWK schrieb:
am 25. August 2011 um 19:44:04
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U-Bahnschläger
Täter aus gutem Hause... ganz sicher auch mit den entsprechenden Beziehungen... Papa wirds schon richten... warten wir
mal ab, welche milde Strafe dieses Mal durch das Gericht verhängt wird. Jedenfalls kann hier nicht wieder das kaputte Elternhaus des Täters für eine vermutlich lächerliche Strafe als Grund genommen werden. Das Opfer wurde ja schon einmal verarscht, als man den Täter nicht einmal in U-Haft nahm.
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