18.07.2011, 11:54 Uhr
Burschenschaften stehen in der Kritik (Archivfoto: imago)
Die Studentenverbindung Deutsche Burschenschaft (DB) leidet einem Medienbericht zufolge ernsthaft unter Mitgliederschwund und rechtsextremen Umtrieben in den eigenen Reihen. Der Verband sei durch innere Streitereien geschwächt und schätze seine eigene Lage als desolat ein, berichtete "Spiegel Online" unter Berufung auf mehr als 3000 Seiten interner Protokolle und Strategiepapiere der Burschenschaft. Der Bericht stößt bei Teilen der Burschenschaft auf Widerstand.
Der "Frankfurter Rundschau" liegen Papiere vor, denen zufolge eine "Arbeitsgemeinschaft Marburg" innerhalb der DB im kommenden Wintersemester zu einer Tagung einladen will, um den weit rechts stehenden Burschenschaften etwas entgegenzusetzen.
Verbandsbrüder hätten immer wieder "durch indirekt ausgedrückte Verehrung von Personen und Gedanken der nationalsozialistischen Zeit" provoziert, zitiert "Spiegel Online" aus einem Papier aus dem Jahr 2009. In dem Verband gebe es "erkennbare rassistische und extremistische Tendenzen", heißt es demnach in einem anderen Dokument. Das seien Symptome "für die gedankliche Spaltung der Deutschen Burschenschaft, die sich in den letzten Jahren vertieft hat".
Die Dokumente zeigen dem Bericht zufolge eine Spaltung zwischen einer dominierenden rechtsgerichteten Fraktion, der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG), und einem liberaleren Zusammenschluss von Bünden. Die Mitgliederzahl des Gesamtverbands liege unter 10.000 aktiven und ehemaligen Burschenschafts-Brüdern. Nur etwa 1000 seien aktive Studenten, der Rest entfalle auf die "Alten Herren". Bislang gebe die Burschenschaft die Zahl der Mitglieder offiziell mit etwa 15.000 an.
Wegen des Nachwuchsmangels könnten viele Veranstaltungen kaum geordnet stattfinden, heißt es dem Bericht zufolge in den Dokumenten. Der Verband werde intern als überaltert eingestuft, das bedeute "einen zunehmenden Verlust an repräsentativer Bedeutung und Einflussvermögen - so von letzterem noch etwas verblieben ist", zitiert das Medium aus einem DB-Papier aus dem Jahr 2010.
Ein der "Frankfurter Rundschau" zugespieltes Flugblatt trägt Ort und Datum des jüngsten Burschentages in Eisenach Ende Juni. Darin heißt es, "ein Fortbestehen der Deutschen Burschenschaft mit der 'Burschenschaftlichen Gemeinschaft in der DB und DBÖ' in ihren Reihen" sei "nahezu unmöglich geworden".
In einem weiteren Schreiben der ArGe Marburg heißt es laut Zeitung: "Wie während eines jeden Burschentages war auch dieses Mal wieder lautes Sieg-Heil-Geschreie im Brunnenkeller zu hören." Die ArGe Marburg wolle "die extremistischen Strömungen innerhalb der Deutschen Burschenschaft nicht mehr als Auswüchse kleiner Gruppen unter den Tisch kehren".
Quelle: AFP , dapd
:) schrieb:
am 16. Juli 2011 um 19:08:33
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...
Wenn es die Polizei schafft sich auf jeder Demo noch dümmer hinzustellen als die Krawallmacher braucht man sich darüber auch nicht
wundern.
Die Regierung steht in den Medien immer mehr in der Kritik als die Opposition, daher ist es wohl etwas weit hergeholt zu behaupten die Medien streben eine Diktatur an ;)
Und wenn Burschenschaften sich ins Rechte entwickeln ist das eben so.. ärgerlich aber nicht zu ändern. Ob die Medien das wollen oder nicht steht nicht zur Debatte. Es ist einfach ein Fakt.
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Pit schrieb:
am 16. Juli 2011 um 17:53:34
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Burschen
Es sind halt dumme Burschen , die die Familientradition hochhalten. Schon
der Großvater hat "Sieg Heil " geschrien und nun
der Enkel . Auch das Selbstverständnis Elite zu sein ist lächerlich. Es wird Zeit diesen üblen
Sippen das Handwerk zu legen.
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Snoopy schrieb:
am 16. Juli 2011 um 17:38:21
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Teil 2
zurechtgestutzt. Nur blöd, dass diese "Eliten" unfähig sind zu erkennen, daß sie und sonst niemand an den jeweiligen
Miseren schuld sind. Hat schon was von Autismus, denn wie diese, sehen auch die "Eliten" die Welt nur aus ihrer eigenen Sicht und es werden immer wieder die gleichen Fehler gemacht. Da fragt man sich doch ob das entweder vererbbar, oder an der Reinkarnation doch was dran ist.
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