09.01.2012, 11:12 Uhr
Beate Zschäpe sitzt seit Anfang November in Köln im Gefängnis (Quelle: dapd)
Die Anwälte der in Untersuchungshaft sitzenden mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe haben die Unterbringung ihrer Mandantin in der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf erneut scharf kritisiert. "Ihre Menschenwürde wird mit Füßen getreten", zitierte "Spiegel Online" aus einem zehnseitigen Schreiben der Anwälte Wolfgang Heer und Wolfgang Stahl. Die Juristen erwägen demnach sogar eine Strafanzeige gegen die Gefängnisleiterin.
Ein Spießrutenlauf sei Zschäpes Hofgang, der ihr nach 23 Stunden Einzelzelle täglich für 60 Minuten gewährt werde. Ihre Runde führe nahe am Zellentrakt vorbei, Mitgefangene würden sie regelmäßig bespucken, beschimpfen und bedrohen. Das mutmaßliche Mitglied der Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) verzichtete laut Bericht bereits auf den Freigang und verbrachte den ganzen Tag in der Zelle.
In der Zelle aber brennt den Anwälten zufolge ununterbrochen das Licht. Zwar ließe sich die Neonröhre an der Decke inzwischen ausschalten, jedoch dürfe Zschäpe das nachts nicht. Die Anstalt befürchte offenbar, ihre Mandantin wolle sich das Leben nehmen. Mittlerweile sei sie sehr erschöpft, schrieben die Juristen laut dem Bericht weiter und forderten, das menschliche Schlafbedürfnis müsse gewährleistet werden.
Das Schreiben wurde an die Anstaltsleitung, die Bundesanwaltschaft und an den nordrhein-westfälischen Justizminister verschickt. "Ihr untätiges Verhalten", so heißt es in dem Brief, "erfüllt aus diesseitiger Sicht den Straftatbestand der Körperverletzung im Amt." Von der Erstattung einer Strafanzeige sehe man aber "derzeit" noch ab.
Die Duisburger Staatsanwaltschaft überprüft unterdessen einen acht Jahren alten Mordanschlag auf Spuren zu der Zwickauer Neonazi-Zelle. Ein Sprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Es handele sich um eine Routineüberprüfung, so wie auch andere ungeklärte Fälle derzeit auf eine Täterschaft der Zwickauer Neonazis untersucht würden. Grund für die Überprüfung sei das damals verwendete Tatwerkzeug.
Im Dezember 2003 war ein türkischstämmiger Gastwirt in Duisburg in eine Selbstschussfalle gefahren. Er überfuhr einen Draht, der einen in der Nähe aufgebauten Schussapparat auslöste. Der Mann überlebte schwer verletzt. Laut der Zeitung wurde ein ähnlicher Apparat in dem Haus in Zwickau gefunden, das Zschäpe angezündet hatte.
Zudem hat das Bundeskriminalamt laut "Focus" neue Hinweise auf eine Urheberschaft der Terrorzelle für den Nagelbombenanschlag 2004 in Köln. Die Dateinamen von Videosequenzen auf dem Computer Zschäpes wiesen auf ihre mutmaßlichen Mittäter hin.
In welchen Bundesländern sind Rechtsextreme wie organisiert? Wo sind die Hochburgen der NPD? Die Antworten gibt der Atlas des Rechtsextremismus
Quelle: dpa , dapd
Thomas schrieb:
am 7. Januar 2012 um 14:25:16
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(769)
Menschenwürde
Selbst wenn sie an der Ermordung der Ausländer nicht beteiligt war, hat sie diese als Mitbewohnerin der Täter
stillschweigend gebilligt. Ihre Anwälte vertauschen jetzt Ursache und Wirkung, um sie als Opfer darzustellen, was sie definitiv nicht ist. Wenn jemandes Menschenwürde mit Füßen getreten wurde, dann die der Opfer.
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Roberta Graf schrieb:
am 7. Januar 2012 um 14:22:24
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(836)
Zschäpe
Lächerlich! Die ist noch Lichtjahre davon entfernt, für sich auch nur irgendeine Würde geltend machen zu können!! Die
Bedingungen können gar nicht hart genug sein. Hoffentlich hat sie noch sehr sehr lange was davon. Sie sollte wenn es lebendig denn schon sein muss - das Gefängnis als ein in jeder Hinsicht gebrochener Mensch verlassen.
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michi schrieb:
am 7. Januar 2012 um 14:20:58
(1381)
(558)
Zschäpe
Wer anderen die Menschenwürde nimmt hat sie selbst nicht verdient und basta !
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