Unzufrieden mit der bayerischen Regierung in München: die Mittelfranke Robert Gattenlöhner (Foto: dpa)
Traditionell fühlen sich nicht wenige Bewohner des nördlichen Bayerns, also den Franken, seit Jahrzehnten von der Zentralregierung in München arg benachteiligt - jetzt formiert sich der politische Widerstand. Aus Ärger gründeten Bürger in Bamberg die "Partei für Franken".
Die 51 Gründungsmitglieder wählten am Samstag in der oberfränkischen Universitätsstadt den aus dem mittelfränkischen Roth stammenden Robert Gattenlöhner zum Landesvorsitzenden. Die Partei strebt nach seinen Worten eine Teilnahme an der Landtagswahl 2013 an.
Fokus: wirtschaftliche Förderung
Die drei fränkischen Regierungsbezirke (Oberfranken - größte Stadt: Bayreuth, Mittelfranken - größte Stadt: Nürnberg, Unterfranken - größte Stadt: Würzburg) bräuchten eine stärkere wirtschaftliche Förderung durch den Freistaat, lautet die Hauptforderung der neuen Partei. Ein eigenes Bundesland Franken werde vorerst aber nicht angestrebt.
Zeitpunkt jetzt günstig?
Der 53 Jahre alte Selbständige Robert Gattenlöhner sagte, er trage sich seit Jahren mit dem Gedanken einer Parteigründung. Aber erst seit der "Erosion der CSU" bei der jüngsten Landtags- und Bundestagswahl sei der Zeitpunkt günstig.