Bayern testen die Stimmung für Huber und Beckstein
02.03.2008, 10:56 Uhr
Stimmungstest im Freistaat: Wie schee is es in Bayern noch? (Quelle: dpa)In Bayern finden am heutigen Sonntag Kommunalwahlen statt, die als Stimmungstest für die neue CSU-Führung unter Erwin Huber und Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein gelten. Entschieden wird über Bürgermeister, Landräte und Gemeindeparlamente; insgesamt sind 40.000 Mandate in 2056 Gemeinden zu vergeben. Huber und Beckstein haben im Herbst ihre Ämter angetreten und stehen selbst bald zur Wahl: Am 28. September wählen die über neun Millionen bayerischen Wahlberechtigen ein neues Landesparlament.
Grabenkämpfe bei der CSU
Der Ausgang der Kommunalwahlen in Bayern ist weitgehend offen. Allerdings wird erwartet, dass die drei größten Städte München, Nürnberg und Augsburg weiter von SPD-Oberbürgermeistern geführt werden. Spannend sind die Wahlen in Regensburg, Würzburg, Coburg und Garmisch-Partenkirchen, wo die CSU wegen interner Grabenkämpfe in die Schlagzeilen geraten ist. Profitieren könnte davon die SPD, die derzeit landesweit nur auf knapp 20 Prozent kommt.
Kompliziertes System
Das Prozedere der Kommunalwahlen in Bayern ist traditionell kompliziert: Die Wähler können ihre Stimmen häufeln oder verteilen, einzelne Kandidaten streichen und in Gemeinden mit zu wenigen Kandidaten sogar Namensvorschläge auf die Wahlzettel schreiben.
Pauli hört auf
In Fürth gilt es einen Nachfolger für die abtretende Landrätin Gabriele Pauli zu finden. Sie hatte im Dezember 2006 den Sturz des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber ausgelöst. Inzwischen ist Pauli aus der CSU ausgeschieden und sucht neue Herausforderungen: "Es wird schon was kommen", sagte sie der "Nürnberger Zeitung" auf die Frage nach ihrer beruflichen Zukunft.