Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Ausland >

Barack Obama rügt US-Geheimdienste in ungewöhnlich scharfer Form

...

Obama: Geheimdienste haben "desaströs versagt"

10.02.2010, 02:54 Uhr

Barack Obama rügte seine Geheimdienste in ungewöhnlich scharfer Form (Foto: Reuters) Präsident Barack Obama rügte seine Geheimdienste in ungewöhnlich scharfer Form (Foto: Reuters)Nach dem nur knapp vereitelten Anschlag auf eine Passagiermaschine hat US-Präsident Barack Obama die Geheimdienste seines Landes in scharfen Worten gerügt. Das System habe "auf potenziell desaströse Weise versagt", sagte Obama verärgert nach einem Treffen mit Geheimdienstchefs und mehreren Ministern im Weißen Haus. Die Sicherheitslücken müssten schnell geschlossen, Reformen sofort umgesetzt werden.

"Wenn ein mutmaßlicher Terrorist imstande ist, am Weihnachtstag mit Sprengstoff an Bord eines Flugzeugs zu gelangen, hat das System auf potenziell desaströse Weise versagt", sagte Obama in der im Fernsehen übertragenen Stellungnahme. Es liege in seiner Verantwortung, die Gründe hierfür herauszufinden und sie zu "korrigieren, damit wir solche Angriffe in Zukunft verhindern können". In den kommenden Wochen werde er weitere Schritte zur Verbesserung der Flugsicherheit vorlegen. Eine Zusammenfassung der von ihm angeforderten Untersuchungsberichte zu Sicherheitspannen im Vorfeld des Anschlagsversuchs werde in den nächsten Tagen veröffentlicht.

Infos nicht ausgewertet

Es werde immer klarer, dass Geheimdienstinformationen nicht vollständig analysiert worden seien, sagte Obama. "Das ist inakzeptabel und ich werde das nicht dulden." Die US-Regierung habe "genügend Informationen" zur Hand gehabt, um den Anschlagsversuch zu verhindern. Die US-Geheimdienste hätten jedoch dabei versagt, die einzelnen Punkte miteinander zu verknüpfen.

Sicherheitssystem hat nicht funktioniert

Neben den bereits bekannten Details habe es weitere Signale gegeben, die auf ein geplantes Attentat hindeuteten, fügte der US-Präsident in ungewöhnlich ungehaltenem Ton hinzu. So habe es Hinweise gegeben, dass Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel nicht nur amerikanische Ziele im Jemen, sondern auch in den Vereinigten Staaten selbst angreifen wollte. Hinter verschlossenen Türen wurde Obama nach Angaben eines ranghohen Beamten noch deutlicher. "Wir sind der Kugel entkommen, aber nur knapp. Es wurde von mutigen Leuten verhindert, und nicht weil das System funktionierte", zitierte der Beamte den Präsidenten.

Keine personelle Konsequenzen

Obama hatte 20 Chefs seiner Geheim- und Sicherheitsdienste sowie hochrangige Berater zum Rapport in einen abhörsicheren Raum des Weißen Hauses gerufen. Er sei dabei, die Konsequenzen aus zwei vorliegenden Dossiers zu ziehen, sagte er anschließend vor Journalisten. Personelle Konsequenzen aus der schweren Sicherheitspanne gab es aber bislang noch nicht.

Attentäter nicht auf der No-Fly-Liste

Der Präsident stellte klar, dass der nigerianische Attentäter Abdulmutallab nach den vorliegenden Hinweisen niemals ein US-Flugzeug hätte betreten dürfen. "Während sich gezeigt hat, dass unser Erfassungssystem funktioniert hat, zeigt das Versagen, Abdulmutallab nicht auf die No-Fly-Liste zu setzen, dass das System überarbeitet werden muss", sagte Obama.


Mehrfache Warnungen ignoriert

Unter anderem hatte der Vater des Mannes die US-Botschaft in Nigeria und den Geheimdienst CIA vor der islamistischen Radikalisierung seines Sohnes gewarnt. Laut US-Medien handelte es sich um wiederholte Warnungen: Der Vater sei mehrmals persönlich in die Botschaft gekommen, habe angerufen und Briefe geschrieben. Dennoch sei der junge Nigerianer lediglich auf eine allgemeine Rote Liste gekommen - zusammen mit über einer halben Million Verdächtiger.

Sprengstoff in der Unterhose

Der 23-jährige Nigerianer, der Weihnachten an Bord eines US-Flugzeugs mit Ziel Detroit versucht hatte, einen Sprengsatz zu zünden, hatte den Sprengstoff PETN offenbar in seiner Unterhose versteckt durch die Sicherheitskontrollen und an Bord geschmuggelt. Seine Terrorausbildung hatte er im Jemen erhalten.

Guantanamo-Häftlinge nicht in den Jemen

Nahezu die Hälfte der 198 Insassen von Guantanamo stammen ebenfalls aus dem Jemen. Obama kündigte an, die USA wollten daher bis auf weiteres keine Gefangenen aus dem Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba in den Jemen zurückführen. Er halte aber an seinem Plan zur Schließung Guantanamos fest. Die Einrichtung des umstrittenen Gefangenenlagers sei eine ausdrückliche Begründung für die Bildung des Al-Kaida-Zweiges auf der Arabischen Halbinsel gewesen.

t-online.de ShopTolle LCD- und Plasma-Fernseher
t-online.de ShopNotebooks zu Top-Preisen
t-online.de ShopGroße Auswahl an Digitalkameras


Quelle: dpa , AFP

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Barack Obama rügt US-Geheimdienste in ungewöhnlich scharfer Form" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Barack Obama rügt US-Geheimdienste in ungewöhnlich scharfer Form" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (0)

zum Forum

Thema: "Barack Obama rügt US-Geheimdienste in ungewöhnlich scharfer Form"

Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Shopping

Einkaufswelt
Premium-Freizeitmode
BRAX - Premium-Mode vom Passformspezialisten

Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special

Einkaufswelt
Gabor bei Siemes.de
Gabor-Schuhe bei siemes.de

Entdecken Sie die neuen Kollektionen zu Top-Preisen: jetzt online bestellen! zu den Angeboten

Einkaufswelt
Fußball-EM 2012
Perfekt ausgestatten für die Fußball-EM 2012 mit GINGAR.de

Zeigen Sie Flagge - alles für die per- fekte EM-Party in Schwarz-Rot-Gold.
von GINGAR.de

Einkaufswelt
14,95 €-Gutschein sichern
Gutschein-Aktion bei KLiNGEL.de

Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de


Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

Historische Traktoren
Agrar Simulator: Historische Landmaschinen (Quelle: Koch Media)

Landmaschinen der 50er bis 70er Jahre fahren. Spiel jetzt kaufen

Badeurlaub in Kroatien ab 572,- €/P.
Last Minute bei t-online.de Reisen (Quelle: t-online.de)

1 Woche im 4-Sterne- Hotel mit AI und Flug.


Aus anderen Bereichen

Skandalspiel: Hertha hat irren Plan
Die Hertha-Mitglieder sollen über eine weiter Klage entscheiden. (Quelle: imago)

So soll es nach dem Urteil weitergehen. mehr

Was ist bloß mit Kylies Augenbraue los?
Kylie Minogue kam ohne Falten, aber mit erhobener Augenbraue nach Cannes. (Quelle: Reuters)

Faltenfreier Auftritt gibt Rätsel auf. mehr


Anzeigen

Anzeige
Anzeige
Einkaufswelt
Restposten-Verkauf
Sensation des Tages: Mode, Technik und vieles mehr zu sensationellen Tiefstpreisen bei neckermann.de

Lagerräumung mit bis zu 80% Rabatt. bei neckermann.de

Augenblicke
Fotos des Tages
Indische Jugendliche trainieren bei einem Sommercamp spektakuläre Karatetritte. (Quelle: AFP\Noah Seelam)

Gegen diese Jungs kann Karate Kid einpacken. mehr

Special
Die neuen Kriege
US-Soldaten beim Einsatz in Afghanistan (Quelle: Reuters)

Moderne Kriegsführung und moderne Waffen. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Quiz
Rätseln Sie sich schlau!
(Montage: t-online.de)

Quiz bei t-online.de: Testen Sie Ihr Wissen. zur Quiz-Seite

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige