Dass ein Braunbär einen Elch über einen Kinderspielplatz jagt und am Sandkasten zur Strecke bringt, hat auch in Schweden absoluten Seltenheitswert. Wie die Zeitung "Östersunds-Posten" berichtete, wurden mehrere Anwohner in der mittelschwedischen Ortschaft Hede Augenzeugen, wie beide Tiere am Vortag in vollem Tempo durch das Wohngebiet rasten.
Auf einem Bolzplatz für Kinder holte der ausgewachsene Braunbär dann den Elch ein und brachte ihn kurz vor dem Sandkasten zu Fall. Kinder hatten den Sand erst kurz vorher verlassen.
Hupendes Auto vertrieb den Bär
Aus 40 Metern Entfernung konnte die Schwedin Marianne Bergström von ihrem Küchenfenster beobachten, wie der Bär begann, seine Zähne in das Fleisch des schwer verletzten Elches zu setzen. Erst als ein Autofahrer auf beide Tiere zuhielt und dabei hupte, trottete sich das Raubtier von dannen. Der Elch wurde eingeschläfert.
Die örtlichen Behörden entschieden, dass der Braunbär nicht, wie nach Attacken auf Menschen üblich, von Jägern verfolgt und erlegt werden soll. Er habe sich bei der Verfolgung des Elches "natürlich" verhalten, hieß es zur Begründung. "Es war einfach ein Riesenglück, dass keine Kinder mehr draußen gespielt haben", beschrieb Augenzeugin Bergström ihre erste Reaktion.