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Australien: Hunderte demonstrieren für Wikileaks-Chef Assange

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(Grafik: dpa/t-online.de)

Hunderte demonstrieren für Wikileaks-Chef Assange

13.12.2010, 09:11 Uhr

Lautstarke Solidaritätsbekundung: In Brisbane stellen sich hunderte Demonstranten hinter Julien Assange (Foto: dpa)

Lautstarke Solidaritätsbekundung: In Brisbane stellen sich hunderte Demonstranten hinter Julien Assange (Foto: dpa)

Nach den Hacker-Angriffen im Internet haben sich Unterstützer von Wikileaks mit Protestkundgebungen auf der Straße hinter die Enthüllungsplattform und ihren Chef Julian Assange gestellt. In Assanges Heimatland Australien demonstrierten hunderte Menschen gegen seine Inhaftierung. In den Niederlanden wurde ein 16-jähriger Hacker wegen seiner Beteiligung an Cyber-Attacken festgenommen. Unterdessen offenbaren neue Depeschen aus Wikileaks-Beständen brisantes Material über den Pharma-Konzern Pfizer.

Mit Spruchbändern und Plakaten versammelten sich in mehreren Städten hunderte Wikileaks-Unterstützer und forderten die australische Regierung auf, sich für Assanges Rechte einzusetzen. Die Proteste richteten sich vor allem gegen Premierministerin Julia Gillard. Diese hatte Assange wegen der Veröffentlichung von US-Depeschen durch Wikileaks vorgeworfen, "in grober Weise unverantwortlich" gehandelt und einen "illegalen Akt" begangen zu haben.

PayPal gibt Konto frei

Vor den Kundgebungen in Australien hatten sich die Unterstützer von Wikileaks vor allem im Internet formiert. Die Hacker-Gruppe Anonymous legte mit Angriffen vorübergehend die Websites von Visa und Mastercard lahm. Die Kreditkartenfirmen hatten Zahlungen an die Plattform eingestellt und dies mit dem Verdacht auf illegale Tätigkeiten begründet. Das Bezahlsystem PayPal schaltete ein zuvor gesperrtes Konto von Wikileaks nach einem Hacker-Angriff wieder frei.

In den Niederlanden wurde in der Nacht zu Donnerstag ein 16-jähriger Hacker festgenommen. Er habe zugegeben, sich an den Angriffen auf die Seiten von Visa und Mastercard beteiligt zu haben, erklärte die Staatsanwaltschaft. Ein Richter ordnete am Nachmittag an, dass er für 13 Tage in Untersuchungshaft bleibt. In Reaktion auf seine Festnahme kam es zu Cyber-Angriffen auf die Website der Anklagebehörde. Eine niederländische Spezialeinheit für High-Tech-Straftaten hat ihre Ermittlungen nach weiteren Online-Saboteuren daraufhin intensiviert. Weitere Festnahmen, auch in anderen Ländern, seien denkbar, hieß es bei der Staatsanwaltschaft in Den Haag.

Assange distanziert sich von Hackern

Assange wies unterdessen jede Beteiligung an den Angriffen auf die Websites der US-Firmen Mastercard, Visa und PayPal zurück. Er bedauerte in einer Stellungnahme, dass zur Zeit vorsätzlich versucht werde, die Presseorganisation Wikileaks mit Hackern in Verbindung zu bringen, sagte seine Anwältin Jennifer Robinson dem Nachrichten-Portal "nouvelobs.com".

Assange war am Dienstag in London verhaftet worden, weil die schwedische Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung ermittelt. Er wurde mittlerweile in eine gesonderte Zelle eines Gefängnisses im Südwesten Londons verlegt. Insgesamt sei Assange in "sehr guter Verfassung", sagte seine Anwältin Jennifer Robinson. Er habe in der Haftanstalt jedoch Probleme, weil er "keine Erholung bekommt, nur mit Schwierigkeiten nach draußen telefonieren kann und allein ist." Dem britischen "Guardian" zufolge soll dem Australier nun, anders als bei Häftlingen sonst üblich, ein Computer mit eingeschränkter Internet-Verbindung zur Verfügung stehen.

Pfizer: Enthüllungen über tödliche Medikamententest

Unterdessen kamen neue Wikileaks-Enthüllungen ans Licht, die ein schlechtes Licht auf den Pharma-Riesen Pfizer werfen. So wollte der US-Konzern laut einer Diplomaten-Depesche den nigerianischen Staatsanwalt unter Druck setzen, um hohen Strafzahlungen nach dem Tod von Kindern bei einem Medikamenten-Test zu entgehen. In einem weiteren Botschafts-Bericht von 2004 wird von nordkoreanischen Spezialisten berichtet, die Raketen für das Militärregime in Birma montieren.

Um mögliche neue Lecks zu verhindert, verschärfte derweil die US-Armee ihre Sicherheitsvorschriften. Wie das US- Magazin "Wired" online berichtete, wurde allen Nutzern des internen Pentagon-Nachrichtennetzes der Gebrauch von externen Speichern untersagt. Darunter fallen nicht nur USB-Sticks und Festplatten, sondern auch MP3-Player wie ein iPod.





Quelle: AFP , dpa , dapd

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Kommentare (2)

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Thema: "Australien: Hunderte demonstrieren für Wikileaks-Chef Assange"

Heinz Hinterfinger schrieb: am 10. Dezember 2010 um 21:50:18
(0) (0) enthüllungen
Wen es wundert das Schweinereien wie hier aufgedeckt so fortwähren getrieben werden dem ist nicht zu helfen.

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Blume schrieb: am 10. Dezember 2010 um 21:18:58
(0) (0) Thema."Australien: Hunderte demonstrieren für Wikileaks -Chef Assange"
ich denke das die Hacker es zumindestens zum Teil,aus tiefster
Überzeugung handeln ,was Gutes zu tun! Ich denke aber,das diese STörungen im Geschäftsleben dazu genutzt werden,Wikileaks bei der mehrheitlich "normalen uninteresierten, und schon zum tel abgestunpften Bevölkerung" unbeliebt zumachen. Der Gruntenor ist doch ,wir die POlitiker,Arbeitér Angestellten sind gut, Wikileaks ist böse!
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