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Aus für das Bombodrom

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Aus für das Bombodrom

09.07.2009, 14:33 Uhr

An der Grenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sollte das Bombodrom entstehen (Grafik: dpa) An der Grenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sollte das Bombodrom entstehen (Grafik: dpa)

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) verzichtet auf den Ausbau der Kyritz-Ruppiner Heide im nördlichen Brandenburg zum größten Luft-Boden-Schießplatz der Bundeswehr in Deutschland. Seine Entscheidung nach jahrelangem Streit über das sogenannte Bombodrom teilte Jung in Berlin mit.

Zuletzt hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Ende März Urteile der Vorinstanz bestätigt und entschieden, dass auf dem Areal auch künftig keine Tiefflieger trainieren dürfen. Dagegen hätte Jung bis zum 13. Juli Revision einlegen können. Darauf verzichtet er nun.



Protest mit Erfolg

Seit 17 Jahren hatten Anwohner gegen die militärische Nutzung des Gebietes protestiert. Mit Erfolg: Die Auswirkungen von Lärm und Emissionen auf die Menschen in der dünn besiedelten Gegend seien nur unzureichend geprüft worden, hieß es in dem Urteil des Gerichts. Der Bundestag hatte sich am 2. Juli ebenfalls dagegen ausgesprochen. Die Abgeordneten folgten damit einem Antrag des Petitionsausschusses.

Gelände der Roten Armee

Der Übungsplatz sollte auf dem ehemaligen Militärgelände, den die sowjetische Armee genutzt hatte, zwischen den Städten Wittstock und Neuruppin, an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern entstehen. Das Areal hätte eine Fläche von 144 Quadratkilometern gehabt. Die Bundeswehr wollte das Gelände als Übungsplatz für Tiefflüge und Bombenabwürfe verwenden. Insgesamt sollten 1700 Flugstunden pro Jahr absolviert werden.


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Quelle: dpa , dapd

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