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Privatgegenstände von Gandhi unter dem Hammer
06.03.2009, 08:48 Uhr
Mahatma Gandhi wurde 1948 in Neu Delhi ermordet (Foto: dpa)
Das New Yorker Auktionshaus Antiquorum Auctioneer will am Donnerstag eine Reihe privater Gebrauchsgegenstände des indischen Nationalhelden Mahatma Gandhi versteigern. In Indien gibt es harsche Proteste gegen die Auktion. Tushar Gandhi, der Urenkel Gandhis, will die Versteigerung noch auf den letzten Drücker verhindern.
Er habe an die indische Regierung appelliert, doch noch einzuschreiten, sagte Tushar Gandhi in Neu Delhi. Zuvor habe er seine Anstrengungen eingestellt, Geld für die Versteigerung zu sammeln, nachdem die Regierung zugesichert habe, die Auktion zu verhindern.
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Urenkel macht sich langsam Sorgen
"Offenbar ist bis heute aber nichts geschehen, langsam mache ich mir Sorgen", sagte Tushar Gandhi, der die Gandhi-Stiftung in Bombay leitet. Für ihn sei es nun zu spät, selbst aktiv zu werden und das notwendige Geld einzutreiben.
Berühmte Brille wird versteigert
Antiquorum Auctioneers will am Donnerstag eine Uhr, ein Paar Sandalen, eine Schüssel, einen Teller sowie die berühmte Brille des 1948 in Neu Delhi ermordeten Führers der indischen Unabhängigkeitsbewegung versteigern.
Regierung bis heute nicht aktiv geworden
Nach Angaben einer Sprecherin des Hauses soll die Aktion wie geplant stattfinden. Bis heute seien weder die Regierung in Neu Delhi noch einer ihrer Vertreter an ihn herangetreten, sagte der Auktionator Julien Schaerer. Er schätzt den Wert der Objekte auf bis zu 23.000 Euro.
Auktionshaus rechnet mit hohem Erlös
Allgemein wird jedoch mit einem höheren Erlös gerechnet. Wer hinter der Versteigerung steckt, ist unklar. Schaerer versicherte jedoch, ihr Besitzer habe die Objekte auf legalem Weg erstanden.
Quelle: AFP