30.12.2011, 15:59 Uhr
Einer der beiden Tatverdächtigen auf der Fahrt ins Augsburger Strafjustizzentrum (Quelle: dapd)
Indizien belasten die beiden wegen des Augsburger Polizistenmordes festgenommenen Männer schwer. Die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) sprach auf einer Pressekonferenz von deutlichen Anzeichen der Schuld. Bei der Festnahme der beiden Brüder, von denen einer bereits 1975 einen Polizisten erschossen hat, entdeckten die Ermittler mehr als 20 Schusswaffen. In der Tatnacht planten die beiden einen Raubüberfall.
Für den geplanten Überfall hätten die Männer mindestens drei Schusswaffen mit sich geführt, als sie in der Nacht zum 28. Oktober von dem Polizisten Mathias Vieth und seiner Kollegin kontrolliert wurden, sagte Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz.
Bei der anschließenden Verfolgungsjagd mit einer Schießerei wurde der 41-jährige Polizeihauptmeister tödlich getroffen, seine Kollegin wurde verletzt. Gegen die Verdächtigen wurde Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Mordes erwirkt, so Nemetz.
Der Leiter der Sonderkommission "Spickel", Klaus Bayerl, erklärte, dass man einem der beiden mutmaßlichen Polizistenmörder eine DNA-Spur am Tatort zuordnen könne. Das Ergebnis sei am Morgen bekannt geworden. Zudem wurde bestätigt, dass einer der Festgenommenen - es handelt sich um Brüder im Alter von 56 und 58 Jahren - bereits 1975 einen Augsburger Polizisten ermordet hatte und dafür zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden war. Nach 19 Jahren im Gefängnis war er entlassen worden.
Sollte dem Mann jetzt wieder ein Mord an einem Polizisten nachgewiesen werden, dürfe "so jemand nicht mehr auf die Menschheit losgelassen werden", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der ebenfalls an der Pressekonferenz teilnahm. Justizministerin Merk erklärte, dass eine lebenslange Freiheitsstrafe mindestens 20 Jahre dauern müsse.
Der verurteilte Polizistenmörder sei laut Bayerl von Beginn an im Visier der Ermittler gewesen. Den Ausschlag gaben zuletzt Beobachtungen zweier Polizisten zu einem Fahrzeug eines Münchner Geschäftsmannes. Dieser hatte seit Jahren Kontakt zu einem der Verdächtigen und lieh ihm häufiger sein Auto. Der Tatverdacht habe sich durch das Verhalten der Beobachteten, deren Vermögensverhältnisse und schließlich durch den DNA-Treffer erhärtet.
Herrmann bedankte sich bei der Bevölkerung für die Anteilnahme und Solidarität für die Polizisten und die Angehörigen des Opfers. Merk gratulierte den Ermittlern zur "Aufklärung eines feigen und brutalen Verbrechens". Die Ministerin äußerte sich überzeugt, dass die Ermittler die Täter letztlich überführen und anklagen können.
Quelle: t-online.de , dapd , dpa
Felix schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 19:12:44
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Oldblues
Mord, in diesem fall wiederholter, kann nicht mit zu schnell Fahren in der Stadt verglichen werden. (Natürliche sind 4 Wochen
Führerscheinentzug lächerlich, es sollte auch da klar sein, fehlferhalten. Führerscheinentzug, wer 90 in der 50 fährt, oder Betrunken sollte auch nie wieder Auto fahren.) Ich finde es bedenklich das hier nach Hinrichtung gerufen wird, Staaten die Morden, töten irgendwann Unschuldige. Beispiel, USA, Todeskandidate nicht begnadigt, obwohl vermutlich Unschuldig.
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Oldblues schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 18:55:05
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Polizeimord
@Felix, warum darf in Deutschland zum Beispiel innerorts statt 50 kmh mindestens 90kmh gefahren werden bevor der Schein für
läppische 4 Wochen entzogen wird uaw. usw. usw. weil das die Deutsche Rechtsordnung ist! Der Mehrheit des Volkes will das so, solange "ER" nicht Opfer ist!
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Ich schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 18:48:24
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lebenslang
Die Ehefrau hat lebenslang ihren Mann verloren, die Kinder haben lebenslang ihren Vater verloren, die Eltern haben lebenslang
ihren Sohn verloren, die Freunde, Kollegen, Weggefährden haben lebenslang einen Freund verloren.
Lebenslang - für immer. Wie lang ist lebenslang für den/die Täter?
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