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Attentatsversuch auf Ahmadinedschad: Präsident überlebt angeblich Anschlag

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Iran bestreitet Attentat auf Ahmadinedschad

04.08.2010, 12:33 Uhr

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad während der Fahrt durch Hamedan (Foto: dpa)

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad während der Fahrt durch Hamedan (Foto: dpa)

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat Medienberichten zufolge einen Attentatsversuch unverletzt überlebt. Das iranische Präsidentenbüro dementierte: Es sei nur ein Feuerwerkskörper gewesen: "Jemand hat mit einem Kracher gespielt, so einer, mit dem Kinder spielen, den man zündet, wenn man feiern will", sagte Pressesprecher Ali Akbar Javanfekr.

Wie die halb-offizielle iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, warf ein Regimegegner nahe dem Flughafen der nordwestiranischen Stadt Hamedan eine Handgranate gegen den Konvoi des Präsidenten. Ahmadinedschad sei bei der Explosion unverletzt geblieben, hieß es.

Staatliche iranische Medien dementierten indes, dass es einen Anschlag gegeben habe. Der arabischsprachige Sender Al-Alam berichtete, dass ein Feuerwerkskörper gezündet worden sei, als die Menschenmenge dem eingetroffenen Ahmadinedschad zujubelte. Andere informierte Quellen berichteten von der Detonation eines Feuerwerkskörpers aus "feindseligen Motiven". Der mutmaßliche Täter sei verhaftet worden.

Keine Klarheit über Opfer

Der Agentur Fars zufolge wurde bei dem Zwischenfall niemand verletzt. Andere Medien berichteten wiederum, eine Handgranate habe einen Begleitwagen mit Journalisten getroffen und mehrere Reporter verletzt. Die iranische Präsidentschaftskanzlei kündigte für später eine Stellungnahme an.

Ahmadinedschad setzte sein Programm in Hamedan demonstrativ fort. Er wollte dort "Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung auf den Weg zu bringen", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Auf die Berichte über den Attentatsversuch ging sie nicht ein.

Vertreter einer ultraorthodoxen Linie

Mahmud Ahmadinedschad ist seit Juni 2005 Präsident der Islamischen Republik Iran. Im Ausland fällt er vor allem wegen seiner Provokationen auf, mit denen er das Land an den Rand der politischen Isolation geführt hat. Der 53-Jährige, der im zentraliranischen Garmsar geboren wurde, zählt zu den führenden Vertretern einer ultraorthodoxen Linie. Er hat die Unterstützung der Revolutionsgarden, die als Stützpfeiler des islamischen Staates gelten.

Seine ursprünglichen Wahlversprechen, darunter besonders die Wirtschaftsreformen zugunsten der weniger Begüterten, machten ihn bei vielen Armen populär. Hoffnungen auf bessere wirtschaftliche Zeiten zerplatzten jedoch schnell. Die Inflationsrate stieg rasant an, und im Gegensatz zu seinen Wahlversprechen wurden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer.

Außenpolitisch ignoriert Ahmadinedschad alle Aufrufe der Weltgemeinschaft, das umstrittene Atomprogramm des Landes einzustellen. Darüber hinaus sorgt er mit seinen Hasstiraden gegen Israel international für Empörung. Im Juni 2009 bestätigten ihn nach offiziellen Angaben weit mehr als 60 Prozent der Wähler im Amt. Die iranische Opposition sprach jedoch von Wahlbetrug und erkennt das Ergebnis bis heute nicht an. Landesweite Straßenproteste seiner Gegner wurden nach der Wahl von den Sicherheitskräften brutal niedergeknüppelt.


Quelle: AFP , dpa

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Kommentare (178)

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Thema: "Attentatsversuch auf Ahmadinedschad: Präsident überlebt angeblich Anschlag"

Al Shafri schrieb: am 4. August 2010 um 18:59:10
(0) (0) Mahmud
Wenn die westliche Presse nur um eilen zu schinden alle Äusserungen dieses Kaspers zu Sensationen hochstilisiert rollen sich mir die
Zehennägel auf. Wer diesen Hofnarren der Mullahs ernst nimmt ist selber schuld.
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GeSchae schrieb: am 4. August 2010 um 18:46:58
(0) (0) Mittelalter
Ich finde das o.k. wenn die Mehrheit der Iraner offenbar damit einverstanden ist in einem feudalistischen, klerikalen,
mittelalterlichen Staatsgebilde zu leben, in dem es keine Bürgerrechte gibt. Leid tut es mir für die Menschen, die von dieser möglichen Mehrheit tyrannisiert werden, da es eben keinen Minderheitenschutz wie in einer liberalen Gesellschaft wie der des Abendlandes gibt.
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abc schrieb: am 4. August 2010 um 18:18:42
(0) (0) held
dieser mann ist ein held, die medien stellen alles so dar, dass sich die westliche welt von ihm bedroht fühlt. wenn er wirklich so
schlechte arbeit leistet, wieso hat ihn die mehrheit dann erneut zum präsidenten gewählt? als ob die israelis keine atombomben haben. ich habe mal ein zwei-stündiges interview bei rtl von ihm gesehn, und seit dem zweifel ich auch nicht mehr an ahmedinedschad
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