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Atomwaffensperrvertrag: Ahmadinedschad erhebt schwere Vorwürfe gegen die USA

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Ahmadinedschad hält Atom-Standpauke

04.05.2010, 10:21 Uhr | dpa, AFP

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat mit seinen Äußerungen erneut für einen Eklat in New York gesorgt (Foto: AFP)

Mit scharfen Angriffen gegen die USA hat Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad für einen Eklat auf der UN-Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag gesorgt. Die Vereinigten Staaten missbrauchten ihr Atomarsenal, um Staaten ohne solche Waffen zu bedrohen, sagte Ahmadinedschad in New York. Der Präsident forderte, die USA aus dem Führungsgremium der Internationalen Atomenergiebehörde auszuschließen. Die Vertreter der westlichen Atommächte USA, Großbritannien und Frankreich verließen aus Protest den Sitzungssaal.

"Wie können die USA ein Mitglied des Gouverneursrats sein, wenn sie die Atombombe gegen Japan eingesetzt haben?", fragte der iranische Präsident. Weiterhin bezichtigte Ahmadinedschad die USA der Aggressivität, des Vertrauensbruchs und der Lüge. "Die Vereinigten Staaten haben nicht nur die Bombe eingesetzt, sie bedrohen damit auch andere Länder, darunter meines", sagte er. "Diejenigen, die als erste die Bombe eingesetzt haben, müssen zu den am meisten gehassten Menschen gehören", sagte Ahmadinedschad.

USA schaffen einen "Schatten der Angst"

Die erste Atombombe wurde am 6. August 1945 von den USA gegen Japan eingesetzt. Damit hätten die USA einen "Schatten der Angst" über die Welt gelegt, sagte Ahmadinedschad. "Die USA haben versprochen, die Atombombe nicht gegen Länder ohne Atomwaffen einzusetzen. Aber die USA haben ihre Versprechen nie gehalten. Welches Land soll den USA noch vertrauen?" Der Besitz von Atomwaffen sei kein Anlass zu Stolz, "er ist widerlich und beschämend". "Und noch beschämender ist es, die Furcht vor diesen Waffen zu benutzen. Das ist mit keinem anderen Verbrechen in der Geschichte zu vergleichen." Er warf den USA und Israel vor, "bestimmte große Terrornetzwerke" zu unterstützen. "Glaubwürdige Beweise sind vorhanden und werden, wenn notwendig, veröffentlicht."

Ahmadinedschad: "Atomwaffen für niemanden"

Auch das "zionistische Regime" in Israel bedrohe ständig seine Nachbarn, sagte der iranische Präsident. Obwohl das Land "hunderte Gefechtsköpfe" horte, werde auf Israel kein Druck ausgeübt. Zugleich warf er den Vereinten Nationen vor, in sechs Jahrzehnten unfähig gewesen zu sein, weltweite Sicherheit zu schaffen. Der Atomwaffensperrvertrag sei schwach und ungerecht, weil er einigen Ländern den Besitz von Atomwaffen erlaube. Ahmadinedschad schlug vor, sämtliche Atomwaffen und ihre Produktionsanlagen zu zerstören. "Wir sagen: Atomkraft für alle, Atomwaffen für niemanden."

Ambitionen des Irans unklar

Zuvor hatte der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Yukiya Amano, vor den Delegierten die Zweifel über die atomaren Ambitionen des Iran bekräftigt. Die Behörde könne weiterhin nicht bestätigen, dass der Iran sein Nuklearmaterial ausschließlich für friedliche Zwecke nutze, "weil das Land nicht die nötige Bereitschaft zur Zusammenarbeit zeigt", sagte Amano. Die Atomenergiebehörde wirft dem Iran seit Jahren vor, die Arbeit ihrer Inspekteure zu behindern. Der Iran seinerseits verdächtigt die Kontrollbehörde, die Interessen der USA zu vertreten.

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Quelle: dpa , AFP

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Kommentare (212)

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Thema: "Atomwaffensperrvertrag: Ahmadinedschad erhebt schwere Vorwürfe gegen die USA"

Marly schrieb: am 4. Mai 2010 um 16:22:43
(0) (0) Iran
All die unzähligen negativen Aspekte, die mir über das undemokratische und Menschen verachtende politische System im Iran spontan in
den Kopf kommen täuschen über eins nicht hinweg: Herr Ahmadinedschad spricht einige Wahrheiten aus, mit denen arrogante und Macht verwöhnte sowie von Überheblichkeit geblendete Nationen sich nicht unbedingt befassen möchten. Sind wir eigentlich noch zu einer vorurteilsfreien Analyse der tätsächlichen Gegebenheiten in der Lage?
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Hainchen schrieb: am 4. Mai 2010 um 14:23:40
(0) (0) Kommentare
Was zur Zeit auf der Erde geschied, ist ein Trauerspiel. Wann kommt die Vernuft ihrMächtigen?Es wird Zeit, daß sich alle an
einem Tisch setzen und versuchen in gut Nachbarschaft zu Leben, dazu bedarf es nicht noch mehr Haß und Atomwaffen, dieses Geld könnte man Sinnvoll nutzen. zum Beispiel?? Israel müßte auch einen Betrag leisten und auf seine Nachbarländer zu gehn. Es gibt für alles eine Lösung, wenn man es möchte. Friedensgespräche ernst nehmen. Die Siedlungspolitik ist nicht Hilfreich.
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Frieder schrieb: am 4. Mai 2010 um 13:25:46
(0) (0) @Gefahr
Warum braucht Herr A. die Atombombe? Vielleicht, weil er sicher sein kann, dann nicht mehr von den USA bedroht zu werden (siehe
Nordkorea). Denn tatsächlich wurde der Einsatz von Atomwaffen von den USA regelmäßig öffentlich erwogen - natürlich nur gegen die verschiedenen 'Achsen des Bösen' und nur zur Erhaltung des Weltfriedens.
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