31.03.2010, 10:41 Uhr | dpa
Sarkozy und Obama sind sich einig: Sanktionen gegen Teheran (Foto: AP)
US-Präsident Barack Obama will, dass es innerhalb von Wochen zu verschärften UN-Sanktionen gegen Teheran kommt. "Ich hoffe, wir kriegen das in diesem Frühjahr hin", sagte Obama nach einem Gespräch mit seinem französischen Kollegen Nicolas Sarkozy in Washington.
Allerdings gibt es nach wie vor Widerstände: So konnten sich die G8-Außenminister bei einem Treffen im kanadischen Ottawa nicht zu eine harte Linie gegen Teheran durchringen. Aus Delegationskreisen verlautet, Russland habe sich dagegen gesperrt. Stattdessen äußerten die G8-Staaten - USA, Deutschland, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan und Russland - lediglich ihre Besorgnis angesichts der iranischen Uranreicherung.
Neben Russland betrachtet vor allem China schärfere UN-Sanktionen gegen Teheran mit Skepsis - beide Länder haben als Mitglieder des Sicherheitsrates ein Vetorecht. Die westlichen Staaten fürchten, dass der Iran sein Atomprogramm zum Bau einer Atombombe nutzt. Dagegen beteuert die Führung in Teheran, es gehe ausschließlich um friedliche Energiegewinnung. Der Atomstreit schwelt seit Jahren, bereits bestehende Sanktionen konnten den Iran bisher nicht zum Einlenken bewegen.
Der US-Präsident sprach die Widerstände einer härteren Gangart gegen Teheran offen an. Zwar glaubt Obama, man sei "robusten Sanktionen" erheblich näher als vor einem Jahr. "Aber es ist noch immer schwierig. Teilweise, seien wir ehrlich, weil Iran ein Ölproduzent ist." Es gebe "viele Länder in der Welt, die denken, dass ihre kommerziellen Interessen wichtiger sind als ihre langfristigen geopolitischen Interessen".
Sarkozy äußerte seine volle Unterstützung für schärfere Strafmaßnahmen. "Wir werden alle nötigen Anstrengungen unternehmen um sicherzustellen, dass sich Europa als Ganzes für die Sanktionen einsetzt", sagte der französische Präsident.
Dagegen konnten sich die G8-Staaten lediglich zu einem Formelkompromiss durchringen. Von schärferen Sanktionen ist in einem Abschlusspapier nicht die Rede. Unverbindlich heißt es lediglich: "Wir bekräftigen unsere ernsthaften Bedenken wegen der Risiken einer Weiterverbreitung, die sich durch das iranische Nuklearprogramm ergeben." Der Iran müsse seine internationalen Verpflichtungen vollständig und unverzüglich einhalten, hieß es in einer Abschlusserklärung.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow meinte nur: "Was den Iran betrifft und die Sanktionen gegenüber Iran, so haben wir einen Meinungsaustausch vorgenommen. Wir hatten sehr nützliche Diskussionen." Außerdem gebe es auch andere Partner wie China, die beteiligt sein müssten. Daher wäre es nicht angemessen gewesen, in Ottawa eine Entscheidung zum Iran zu treffen.
dpa
juliane schrieb:
am 31. März 2010 um 17:44:21
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Atomwaffen
Sind Israel, Indien, Pakistan weniger gefährlich als der Iran? - Dass nach dem Irak ein neuer Schurkenstaat gefunden werden
musste, ist längst bekannt. Übrigens werden die chemischen Waffen des Irak immer noch gesucht! - Wann gedenken die USA die in Deutschland stationierten Atomwaffen abzuziehen?
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Ziu57 schrieb:
am 31. März 2010 um 14:03:46
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Fanatismus
Fanatismus auf der einen Seite, Glaubenskriege auf der Anderen. Wenn ich aber einen westlich orientierten Weg einschlagen will,
muss ich mich auch an westliche Bündnisverträge halten. Obama sagte: " Yes we can " . Fraglich wäre, ob die USA auch bereit wären selber die letzte Nuklearwaffe zu strecken. Und naiv wäre, dies nicht anzuzweifeln. Leidtragende sind zu guter letzt wieder nur unschuldige Zivilisten.
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Leser schrieb:
am 31. März 2010 um 13:40:29
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Iran Sanktionen
Ich denke das die G8 Länder sich besser um Ihre Atomwaffen gedanken machen sollten? Da sehe ich eine viel größere
Bedrohung und Gefahr für die ganze Menschheit, siehe America die schrecken ja vor nicht`s zurück! Alle Länder die Atomwaffen besitzen oder heute immer noch daran arbeiten welche zu besitzen sind einfach nur hilflos, schwach und Krank!
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