13.09.2010, 09:11 Uhr
In Asse lagert deutlich mehr mittelradioaktiver Abfall als angenommen (Foto: dpa)
Im maroden AtommülllagerAsse bei Wolfenbüttel lagern zehnmal mehr Fässer mit mittelradioaktivem Abfall als angenommen. Das geht aus der Abschlusserhebung des früheren Asse-Betreibers hervor.
Damit steigt das Risiko der Arbeiter, die die insgesamt etwa 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall aus dem alten Salzbergwerk bergen sollen.
Möglicherweise werde ihr Schutz bei den Arbeiten unter Tage schwieriger, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums in Hannover. Am Donnerstag hatte das Bundesamt für Strahlenschutz mit ersten Vorarbeiten für die geplante Bergung der Atommüll-Fässer begonnen. Das Bergwerk ist stark einsturzgefährdet, von außen dringt Wasser ein.
Rund 14.800 Abfallbehälter, die als leichtradioaktive Stoffe deklariert wurden, enthalten nach dem Bericht des früheren Asse-Betreibers, des Helmholtz Zentrums München, tatsächlich mittelradioaktive Abfälle. Bisher hatte es geheißen, es seien knapp 1300 Fässer mit mittelaktiv strahlendem Müll in der Asse. Außerdem liegen die speziell abgeschirmten Behälter in mehreren Lagerkammern auf verschiedenen Ebenen im Bergwerk verteilt, auch das war bisher nicht bekannt. Die Fässer waren vor mehr als 30 Jahren in die Asse gekommen.
Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel kritisierte: "Die Öffentlichkeit ist über den wahren Inhalt belogen worden." Er forderte auch eine Unterrichtung des Landtags-Umweltausschusses. Danach soll sich der Untersuchungsausschuss zur Asse mit dem Bericht beschäftigen.
Die SPD im Landtag kritisierte, damals sei unverantwortlich mit den Hinterlassenschaften der Atomindustrie umgegangen worden. Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber, wetterte: "Bei der Atomenergie stirbt die Wahrheit zuerst."
Die knapp 15.000 Asse-Fässer mit mittelradioaktiven Stoffen sind mit einer Betonabschirmung versehen worden, um sie unter anderem leichter transportieren zu können. Damals habe die Genehmigungsbehörde die Einlagerung dieser mittelradioaktiven Stoffe dann als schwachradioaktiven Abfall genehmigt, heißt es in dem Abschlussbericht zum eingelagerten Asse-Abfall.
Grünen-Chef Wenzel sagte, der Bericht biete nun auch mehr Gewissheit über die Inhalte der Fässer. Dadurch könnte das Herausholen der Behälter auch sicherer werden. Experten argumentieren zudem immer wieder, dass gerade mittelradioaktives Material relativ schnell zerfällt und die Strahlung gerade bei den schwachradioaktiven Stoffen länger anhält. In der Asse liegen rund 110.000 Behälter mit schwach strahlenden Abfällen. Rund 16.000 Fässer beinhalten mittel radioaktives Material.
Quelle: dpa
Cossie schrieb:
am 10. September 2010 um 19:52:09
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Verbrechen
Es ist ein Verbrechen an der Menschheit generell und am deutschen Volk insbesondere.Haben die vergangenen und die jetzige
Regierung überhaupt noch ein Gewissen.Wurde ihre Gewissen an Lobbyisten verkauft oder sind die Regierungen erpressbar,weil zuviel unter den Tisch gekehrt wurde.Jeder normale Mensch wird bei evtl.Umweltschäden zur Rechenschaft gezogen,aber unsere Regierungen können machen was sie wollen.Macht man von seiner Meinungsfreiheit gebrauch,wird er mundtot gemacht.Was ist schädlicher.
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ich schrieb:
am 10. September 2010 um 19:50:46
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atom asse
es lebe die laufzeitverlängerung
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Anonymus schrieb:
am 10. September 2010 um 19:43:20
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^
Ihr wisst schon das da kein einziges Fass aus nem Kernkraftwerk ist???
Sondern Abfälle aus Laboren bzw Forschung.
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