11.01.2012, 16:25 Uhr
Alle deutschen Zwischenlager für hochradioaktiven Atommüll sollen mit meterhohen Mauern nachgerüstet werden, um sie gegen mögliche Terrorangriffe besser zu sichern. Die Maßnahmen gehen auf die Empfehlung einer Bund-Länder-Kommission zurück. "Mit Beginn der Baumaßnahmen ist in diesem Jahr zu rechnen", sagte die Sprecherin von Umweltminister Norbert Röttgen. Es gehe unter anderem um neue Mauern und bessere Tore. Die Details seien aber geheim. Die Kosten für die Nachrüstungen hätten die Betreiber zu tragen.
An den drei bayerischen AKW-Standorten in Gundremmingen, bei Landshut und Grafenrheinfeld ist bereits der Bau zehn Meter hoher Mauern in Vorbereitung. Betroffen sind alle Zwischenlager, also die 13 Zwischenlager an noch laufenden und abgeschalteten Kernkraftwerken sowie die zentralen Zwischenlager in Gorleben (Niedersachsen), Ahaus (Westfalen) und Lubmin (Vorpommern).
"Als Ergebnis einer regelmäßigen Überprüfung der Sicherungsanforderungen werden zur Verbesserung des Schutzes gegen Störmaßnahmen und sonstige Einwirkungen Dritter die Sicherungsmaßnahmen der Zwischenlager derzeit optimiert", heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag. Eine mögliche Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit sei es, die Behälter an einer anderen Stelle zu positionieren.
Bereits im vergangenen Jahr waren im niedersächsischen Gorleben diejenigen Castoren umgeräumt worden, die an der Wand des Zwischenlagers gestanden hatten. Der Bayerische Rundfunk berichtete unter Berufung auf das niedersächsische Umweltministerium, Grund für die Anweisung seien neue Erkenntnisse über Tatmittel und Täterverhalten für den Fall eines terroristischen Anschlags.
Die atompolitische Sprecherin der Grünen, Sylvia Kotting-Uhl, wertete die Entscheidung für den Bau einer Mauer um das Zwischenlager Gundremmingen als neuesten Beweis dafür, dass Atomkraft in vielerlei Hinsicht hochgefährlich sei. "Wirkliche Sicherheit vor den Gefahren der Atomkraft bekommen wir aber nur durch ihre Beendigung und Fortschritte bei der Endlagersuche", sagte Kotting-Uhl.
Die Umweltorganisation Greenpeace warf Umweltminister Röttgen vor, es sei unverantwortlich, zwar die Zwischenlager aufzurüsten, aber die benachbarten Reaktoren ohne weiteren Schutz am Netz zu lassen. Die Bundesregierung verfüge schon seit Monaten über neue Erkenntnisse zur Bedrohungslage von Atomanlagen.
Die Sicherungsmaßnahmen an kerntechnischen Anlagen - und damit auch den Zwischenlagern - werden regelmäßig überprüft. So war nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA der Schutz der Zwischenlager gegen Flugzeugabstürze stärker unter die Lupe genommen worden. Nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima im Frühjahr 2011 hatte es auch eine Debatte über den Schutz älterer Reaktoren gegen Katastrophen und Abstürze gegeben. Auch weil die vor 1980 ans Netz gegangenen deutschen AKW in dieser Hinsicht Schwachstellen aufwiesen, wurden sie im vergangenen Jahr stillgelegt.
Quelle: dpa
Kernbeißer schrieb:
am 11. Januar 2012 um 20:42:01
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Lagerung
Hätten die Agitatoren gegen die Kernenergie nicht seit den 70er Jahren die Suche nach einem Endlager torpediert, hätte es längst
eines gegeben und dieser wahsinn der teuren Zwischenlager an jedem Standort wäre nicht notwendig geworden.
Von Grüner Seite wurde schon in den 70ern skandiert, man müsse die Kernenergie in ihrem Müll ersticken (H.Trittin u.a.).
Grundsätzlich: Warum soll man Bestehendes nicht überdenken und verbessen. Das ist typisch für die Kernkraft, so zu denken, untypisch für GRÜN
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Rose schrieb:
am 11. Januar 2012 um 19:23:33
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Sicherheit
Ha man iuns nicht gesagt es ist alles sicher ? Ob Flugzeug oder terror eine dicke Mauer wäre immer gut ! Warum gibt es sie noch nicht ?
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Augenwischer schrieb:
am 11. Januar 2012 um 18:16:06
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Ungläubig
Die Menschheit muß vor denen geschützt werden,die uns immernoch weis machen wollen das etwas im Zusammenhang mit Atomindustrie
stehende sicher sei.Sonnenstürmen wodurch der Strom ausfällt und die AKW
Kühlung nach einiger Zeit nicht mehr funktioniert sind wahrscheinlicher
als das ein Terrorist aufs AKW fällt.Ja,dann oben Mauern bauen und unter rostet der Müll gerade in der Asse durch.Es ist zum davonlaufen!
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