12.07.2011, 13:11 Uhr
In Asse lagert radioaktiver Müll - auch aus dem Atomprogramm Werner von Brauns? (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Tausende Fässer mit radioaktivem Müll lagern in Asse. Darunter könnte sich auch das strahlende Erbe der Atombombenforschung der Nationalsozialisten befinden. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung".
Die Zeitung zitiert frühere Äußerungen eines inzwischen verstorbenen stellvertretenden Asse-Betriebsleiters, wonach 1967 in dem Bergwerk "als erstes radioaktive Abfälle aus dem letzten Krieg versenkt" worden seien. Es habe sich dabei um Uranabfälle gehandelt, "die bei der Vorbereitung der deutschen Atombombe anfielen". Die Grünen verlangen Aufklärung, was denn nun tatsächlich in den Stollen des ehemaligen Salzbergwerks schlummert.
Zu Asse liegen immer noch nicht alle Informationen restlos auf dem Tisch. Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel sagte, auch dem Asse-Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags stünden immer noch nicht alle angeforderten Dokumente zur Verfügung. Das betreffe unter anderem Akten des Bundeskanzleramtes, des vormaligen Kernforschungszentrums Karlsruhe sowie der Euratom. "Ich gehe davon aus, dass sich in diesen Papieren noch etwas findet", sagte Wenzel.
Der stellvertretende Betriebsleiter, Alwin Urff, hatte am 29. Juli 1974 in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" über die Gesellschaft für Strahlenschutz berichtet. Dabei nannte er auch pikante Details: "Als wir 1967 mit der Einlagerung begannen hat unsere Gesellschaft als erstes radioaktive Abfälle aus dem letzten Krieg versenkt, jene Uranabfälle, die bei der Vorbereitung der deutschen Atombombe anfielen."
Die brisante Aussage war lange Zeit vergessen. Durch Zufall wurde der Grünen-Fraktionschef im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel, auf die Aussage aufmerksam gemacht. Das geht aus einem Bericht der "SZ" hervor. Demnach sei sie unter den unsortierten Unterlagen des Gorleben Archivs entdeckt worden. "Ich habe da noch ein paar alte Artikel über die Asse gefunden", hätte demzufolge die Leiterin Marianne Fritzen dem Politiker geschrieben. Dieser habe geantwortet: "Schicke sie doch mal her." Danach, so Wenzel, sei ihm "die Kinnlade runtergefallen".
In Asse liegen mehr als 126.000 Fässer leicht- und mittelradioaktiv strahlenden Materials in bis zu 750 Metern Tiefe. Das ehemalige Salzbergwerk ist mittlerweile von Wassereinbrüchen mürbe geworden, manche der unterirdischen Kammern drohen einzustürzen. Die Fässer sollen zurückgeholt werden. Da niemand genau weiß, was sich in den Stollen befindet, könnte noch die eine oder andere Überraschung ans Tageslicht kommen.
Quelle: dapd
Dr. Saubermann schrieb:
am 12. Juli 2011 um 17:44:19
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Ja liebe Politiker,
Eines Tages kommt alles ans Licht. Leider dauert vieles eben sehr lange.
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Axel schrieb:
am 12. Juli 2011 um 17:43:59
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@Ex.WK Offizier
Wernher von Braun war kein hochrangiges SS-Mitglied. Um Gelder und Prioritäten für seine Raketenforschung zu erhalten, nahm
er auf Wunsch von Heini Himmler die Mitgliedschaft in der SS an. Es gibt ein einziges Foto von W.v.B. in SS-Uniform, da besuchte Himmler Peenemünde. Von Braun war weder Nazi, noch SS-Mann - er war Opportunist!
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kaschy schrieb:
am 12. Juli 2011 um 17:41:47
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mmh
Ist ja ne Hammernachricht, die Nazi sind schuld am Atommüll.
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