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Atomkraftwerke und ihre Restlaufzeiten

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Deutsche Atomkraftwerke und ihre Restlaufzeiten

06.09.2010, 07:50 Uhr

Gemäß dem seit 2002 im Atomgesetz festgeschriebenen Beschluss sollen alle Atommeiler schrittweise bis 2022 abgeschaltet werden - durch Stillstand und gedrosselte Produktion würde das letzte Kraftwerk bereits jetzt ohne längere Laufzeiten erst etwa 2025 vom Netz gehen. Die sieben vor 1980 gebauten Meiler sollen nun acht Jahre mehr bekommen, die jüngeren 14 Jahre mehr. Rot-Grün hatte pro Meiler eine Regellaufzeit von 32 Jahren vereinbart, die sich nun auf 40 bzw. 46 Jahre Jahre erhöht.

Vom Netz gingen bereits Stade in Niedersachsen (November 2003) und Obrigheim in Baden-Württemberg (Mai 2005). Der Meiler in Mülheim-Kärlich (Rheinland-Pfalz) wurde bereits 1988 abgeschaltet. Derzeit erzeugen in der Bundesrepublik noch 17 Atomkraftwerke Strom. Ein Überblick über die neuen Laufzeiten - diese dürften sich im Einzelfall aber noch um einige Jahre nach hinten verschieben, je nach Drosselung, Stillstand oder Reststrommengen-Übertragung:

BADEN-WÜRTTEMBERG

Neckarwestheim I Betreiber: EnBW 1976-2018
Neckarwestheim II Betreiber: EnBW 1989-2036
Philippsburg I Betreiber: EnBW 1979-2020
Philippsburg II Betreiber: EnBW 1984-2032

BAYERN

Isar I Betreiber: E.ON 1977-2019
Isar II Betreiber: E.ON 1988-2034
Grafenrheinfeld Betreiber: E.ON 1981-2028
Gundremmingen B Betreiber: RWE/E.ON 1984-2030
Gundremmingen C Betreiber: RWE/E.ON 1984-2030

HESSEN

Biblis A Betreiber: RWE 1974-2018
Biblis B Betreiber: RWE 1976-2018

NIEDERSACHSEN

Unterweser Betreiber: E.ON 1978-2020
Grohnde Betreiber: E.ON 1984-2032
Emsland Betreiber: RWE/E.ON 1988-2034

SCHLESWIG-HOLSTEIN

Brunsbüttel Betreiber: Vattenfall/E.ON 1976-2020
Krümmel Betreiber: Vattenfall/E.ON 1983-2033
Brokdorf Betreiber: E.ON/Vattenfall 1986-2033


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Quelle: dpa

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Kommentare (4)

zum Forum

Thema: "Atomkraftwerke und ihre Restlaufzeiten"

HP schrieb: am 6. September 2010 um 13:15:32
(0) (0) AKWs
Konrad Adenauer soll gesagt haben: "Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern...". Hier kann sagen CDU, CSU und FDP unisono mit den
Chefs von RWE, Eon, Vattenfall und EnBW: "Was kümmert uns unser Müll von morgen... Hauptsache heute gut verdient und für morgen - wir bemühen uns...! Hoffentlich vergessen verantwortungsvolle Wähler im nächsten Jahr nicht, was uns die Regierenden heute präsentieren. Dem Volk wird noch die Mär mit "günstigem und sicherem" Strom verkauft. Nichts ist so teuer!!!
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krusekind schrieb: am 6. September 2010 um 11:46:49
(0) (0) Längere Laufzeiten
Na Super. Noch mehr Atommüll ,da freuen wir uns ja richtig. Und wer darf es bezahlen ? Die Atomindustrie bestimmt nicht
sondern wir die Bürger der BRD. Geld regiert die Welt und unsere so tolle Kanzlerin hat nichts besseres zu tun als der Atomlobby noch mehr in den Rachen zu werfen. Und sollte dann eines der alten Kraftwerke hochgehen ! Das konnte ja keiner ahnen. Man sieht ja an Krümmel und Brokdorf wie sicher sie sind .Hurra Hurra Hurra!
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Ralph schrieb: am 6. September 2010 um 11:24:08
(0) (0) Abzocke Tür und Tor öffnen
nenne ich das! Was glauben eigentlich die Befürworter wer die Atomabgabe zuzüglich der Lager- und
Sicherheitskosten bezahlt ! Das ist ein Deal zwischen Bundesregierung die genaus weiss das sie das Wort Steuererhöhung nicht mehr in den Mund nehmen darf und der Stromlobby die als gegenleistung für "Quasisteuern" die Laufzeitverlängerung erhält. Die Bananenrepublick Deutschland macht es vor wie man ein Volk auspresst !
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