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Atomkatastrophe in Japan: Wasser-Reinigung im AKW Fukushima gescheitert

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Wasser-Reinigung im AKW Fukushima gescheitert

20.06.2011, 11:26 Uhr

AKW-Techniker in Fukushima sind ratlos: Die Filteranlage für radioaktives Wasser musste abgeschaltet werden (Foto: AP)

AKW-Techniker in Fukushima sind ratlos: Die Filteranlage für radioaktives Wasser musste abgeschaltet werden (Foto: AP)

Neue Probleme im Atomkraftwerk Fukushima: Die Betreiber des schwer beschädigten japanischen Meilers habe die Dekontamination von hochgradig radioaktiv verseuchtem Wasser nach wenigen Stunden wieder gestoppt. Eine Kartusche der Wiederaufbereitungsanlage, die eigentlich mehrere Wochen halten sollte, habe schon innerhalb von fünf Stunden ihre maximale Aufnahmefähigkeit erreicht, sagte ein Tepco-Sprecher.

Die Wasserwiederaufbereitungsanlage wurde erst am Freitagabend in Betrieb genommen. Kurz nach Mitternacht musste ihr Einsatz wegen eines defekten Teils aber schon wieder gestoppt werden, teilte der Energiekonzern Tepco mit. Bei einer der Komponenten, die Cäsium absorbieren soll, seien die Strahlenwerte schneller auf die Höchstgrenze gestiegen als gedacht. Das betroffene Teil müsse nun zunächst ausgetauscht werden.

Als Grund für das technische Problem nahm das Unternehmen an, dass entweder besonders stark verseuchter Dreck in die Anlage eingedrungen ist und sie verschmutzt hat oder das verstrahlte Wasser höhere Strahlenwerte aufweist als bisher gemessen. Es war zunächst unklar, wann die Reinigung des Wassers weitergehen kann.

Gereinigtes Wasser soll Reaktoren weiter kühlen

Die mit französischer und US-Technologie gebaute Wiederaufbereitungsanlage soll die bis zu 100.000 Tonnen Wasser reinigen, die nach der Havarie zur Kühlung der Reaktoren eingesetzt wurden. Absorbiert werden sollen neben radioaktiven Materialien auch Öl und Meersalz. Das aufbereitete Wasser soll anschließend wieder zur Kühlung verwendet werden. Erst dann können die langfristigen Reparaturen der Kühlsysteme beginnen.

Seit dem Erdbeben und der Tsunami-Katastrophe vom 11. März, die zu dem Atomunglück in Fukushima führten, stehen 35 der 54 Atomreaktoren in Japan wegen Erdbebenschäden oder Routine-Inspektionen still. Abgesehen von den Meilern in Fukushima seien alle anderen Reaktoren aber sicher, sagte Industrieminister Banri Kaieda. Er bat die lokalen Behörden um Zusammenarbeit, um diese Anlagen nach einer Überprüfung wieder ans Netz nehmen zu können.

Japaner sehen Atomkraft inzwischen kritisch

Die japanische Bevölkerung steht der Atomkraft seit der Katastrophe allerdings skeptisch gegenüber. Die Regierung von Ministerpräsident Naoto Kan hat eine Energiewende angekündigt und will künftig mehr auf erneuerbare Energien setzen. Industrieminister Kaieda betonte jedoch, wie wichtig auch die Atomkraft sei, um die Industrie und die Haushalte mit Strom zu versorgen.

Unterdessen gedachten die Menschen in der Katastrophenregion der Opfer des Erdbebens und Tsunamis, die vor genau 100 Tagen die Region im Nordosten des Landes heimgesucht hatten. An vielen Orten entlang der Pazifikküste des Landes nahmen Tausende Hinterbliebene an Seelenmessen teil. Mehr als 15.400 Leichen wurden bisher geborgen. Mehr als 7700 Menschen gelten weiter als vermisst.


Quelle: dapd , dpa , AFP

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Kommentare (24)

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Thema: "Atomkatastrophe in Japan: Wasser-Reinigung im AKW Fukushima gescheitert"

naivi sil schrieb: am 27. Juni 2011 um 16:02:39
(0) (0) fukushima
die armen japaner können einem nur leid tun...

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naivi sil schrieb: am 27. Juni 2011 um 15:57:07
(2) (0) fukushima
dachte alles ist in ordnung in japan. warum hört man denn nichts mehr? will da etwa jemand was totschweigen? man glaubt es ja
kaum-die aktienwerte von tepco steigen. da sieht man mal was für optimisten die börsen-heinis sind-selbst einer solchen katastrophe können die was positives(geld) abgewinnen. ach ja-weiss nicht ob das ne zuverlässige quelle war-aber ich hab da was munkeln hören. angeblich will emerika die nukl.-waffen,die sich noch in eu befinden bis 2017 aufrüsten-sehr vernünftig
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Analytiker schrieb: am 23. Juni 2011 um 19:48:23
(2) (0) Wasser-Reinigung im AKW Fukushima gescheitert
Die Atom - Lobby (und nicht nur die) ist international extrem mächtig und eines ihrer
Werkzeuge sind die Massenmedien . Meldungen wurden schon immer nach Vorgabe manipuliert oder vorenthalten . Wer erinnert sich noch an Majak,UdSSR 1957 , oder Windscale,GB (auch 1957) und die Folgen ? Es gibt noch einige Vorfälle mehr . Fand alles kaum bis gar keine Beachtung , aus gutem Grund . Indoktrination ist allgegegenwärtig , dessen sollte man sich bewußt sein .
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