20.06.2011, 11:25 Uhr
Welche Gefahr geht von den Reaktoren noch immer aus? (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Rund drei Monate nach der Atomkatastrophe in Fukushima ist in Frankreich radioaktiv verseuchter grüner Tee aus der japanischen Provinz Shizuoka aufgetaucht. Bei einer Einfuhrkontrolle am Pariser Flughafen Charles de Gaulle wurde in einer Lieferung radioaktives Cäsium nachgewiesen, wie die französische Generaldirektion für Verbraucherschutz (DGCCRF) mitteilte.
Die Belastung habe mit 1038 Becquerel pro Kilogramm mehr als doppelt so hoch gelegen wie erlaubt. Der europäische Grenzwert für Cäsium liegt für grünen Tee bei 500 Becquerel pro Kilogramm.
Nach Angaben der französischen Behörden war die Lieferung die erste, in der bei den Sonderkontrollen seit dem Atomunfall in Japan eine radioaktive Belastung festgestellt wurde. Die betroffenen 162 Kilogramm Tee aus Shizuoka wurden beschlagnahmt und sollen vernichtet werden.
Der Betreiber der Atomruine in Fukushima hält unterdessen an seinem Plan fest, die beschädigten Reaktoren bis Januar kommenden Jahres unter Kontrolle zu bringen. Das gab der Energiekonzern Tepco bekannt. Für alle Abklingblicken in dem Kraftwerk solle bereits in einem Monat eine stabile Kühlung erreicht sein.
Tepco nahm am Freitag ein System zur Reinigung hochgradig verstrahlten Wassers in Betrieb. Mit der neuen Anlage sollen die großen Mengen verstrahlten Wassers gereinigt werden, die in der stark zerstörten Atomanlage zur Kühlung der Reaktoren schwappen. Statt immer neues Wasser in das AKW zu pumpen, soll das verseuchte Wasser recycelt und zur weiteren Kühlung verwendet werden. Die Brühe behindert die Arbeiten zur Reparatur der Kühlsysteme.
Quelle: dpa , AFP
Erdenbürgerin schrieb:
am 17. Juni 2011 um 21:09:09
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Verstrahlter japanischer Tee in Frankreich entdeckt
Wie man sieht, ist die Verstrahlung schon längst in Europa angekommen. Es ist sehr
beängstigend, dass man überhaupt nichts darüber hört, ob und wie Importware aus Japan geprüft und/oder ob Schiffe oder Flugzeuge mit voller Fracht wegen Verstrahlung zurückgeschickt werden oder nicht. Es sind nicht nur viele uns bekannte Lebensmittel, sondern auch Fotoapparate plus Zubehör sowie Autos und jede Menge Elektronik. Dieser Super-Gau wird uns irgendwann alle einholen, denn wir haben nur die eine Erde.
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Konstruktiv schrieb:
am 17. Juni 2011 um 21:01:22
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@Gerwahl
Hi Gerwahl, daß ist doch dummes Zeug. Der Wirbel um Tschernobyl war grösser, weil bei Tschernobyl 10x mehr Radioaktivität
ausgetreten ist und übers Land geblasen wurde und nicht übers Meer. Ausserdem haben die Reaktoren in Fukushima Sicherheitsbehälter, die gab es in Tschernobyl nicht. Ausserdem hat man in Fukushima zügig evakuiert und nur wenige Arbeiter wurden zurückgelassen und kontinuierlich die Strahlenbelastung gemessen. In Fukushima gibt es bislang KEINEN Strahlentoten.
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gerwahl schrieb:
am 17. Juni 2011 um 20:48:18
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Radioaktiver Tee in Frankreich
wenn ich mir in Erinnerung rufe, welch ein Wirbel vor 15 Jahren um Tschernobyl gemacht wurde, so ist es
geradezu besorgniserregend, wie man hier zur Tagesordnung übergeht. Immerhin handelt es sich hier um VIER Reaktoren, aus denen radioaktives Material freigesetzt wird, ohne dass irgendeine wirksame Maßnahme zur Kapselung vorgenommen wird. Die von TEPCO und der japanischen Regierung getroffenen Entscheidungen sind vor allem kostengünstig - und es funktioniert: Die TEPCO Aktie legt ordentlich zu!
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