21.07.2011, 10:26 Uhr
Weg von den "hot spots": Schulkinder sind in der Präfektur Fukushima nicht überall gleich gut geschützt (Foto: dpa)
Die japanische Regierung will weiteren Haushalten in der Nähe des havarierten Atomkraftwerks Fukushima eine Evakuierung empfehlen. Man werde voraussichtlich in den nächsten Tagen weitere bestimmte Stellen in einem Wohngebiet benennen, bei denen die Strahlenbelastung über eine international empfohlene Höchstgrenze von 20 Millisievert im Jahr zu steigen drohe, sagte Regierungssprecher Yukio Edano.
Im vergangenen Monat waren erstmals rund 100 Haushalte in der Stadt Date, die außerhalb der 20-Kilometer-Sperrzone um das AKW liegt, zu sogenannten "Hot Spots" erklärt worden. Evakuierungszonen waren bis dahin prinzipiell für ganze Gemeinden eingerichtet worden.
Im Falle von "Hot Spots", wo die Strahlenwerte sporadisch höher sind als in anderen umliegenden Gebieten, ist es den Betroffenen überlassen, ob sie ihr Haus verlassen wollen. Aber gerade Kinder und Schwangere wird nahegelegt, solche Orte zu meiden. Sofern die Betroffenen es wünschen, ihre Häuser zu verlassen, hat die Regierung Hilfe angeboten.
Am Dienstag hatte die Regierung mitgeteilt, dass die Kühlung der zerstörten Reaktoren im Atomkraftwerk Fukushima jetzt stabilisiert sei. In den vergangenen Monaten sei die radioaktive Konzentration um die sechs Reaktoren herum nach Angaben des Betreiberkonzerns Tepco "stetig gesunken". Derzeit liege sie bei maximal 1,7 Millisievert pro Jahr. Zur Zeit sickerten noch maximal 1 Milliarde Becquerel pro Stunde an radioaktiven Substanzen aus der Anlage. Das entspricht laut der Nachrichtenagentur Kyodo etwa einem Zwei-Millionsten des Niveaus zum Zeitpunkt des Unfalls am 11. März.
Noch immer sind an der Nordostküste die Spuren des Tsunami deutlich zu sehen. Viele fordern nun ein Umdenken beim Neuaufbau. zum Video
Unterdessen verhängte der Staat nach Bekanntwerden mehrerer Fälle von verstrahltem Rindfleisch einen Lieferstopp für Rinder aus Fukushima. Die Entscheidung erfolgte, nachdem mit verstrahltem Heu gefütterte Rinder an Schlachthöfe in ganz Japan geliefert worden waren. Nach neusten Informationen von Kyodo soll es sich um mehr als 1.300 Rinder handeln. Es ist nicht bekannt, ob verstrahltes Fleisch an Konsumenten verkauft wurde.
Quelle: dpa , AFP
PDW schrieb:
am 21. Juli 2011 um 11:05:45
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Strahlung
Das Thema ist zu ernst um leichfertige Kommentare zu verfassen.Was auffällt ist,das die japanische Regierung empfiehlt gefährdete
Gebiete zu verlassen.Das hat mit Verantwortung wenig zu tun.
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