30.05.2011, 08:11 Uhr
Proteste von Atomgegnern in Hamburg (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Zehntausende Atomkraftgegner haben vor einem Spitzentreffen der Koalition noch einmal ein Zeichen für die Abschaltung aller Kernkraftwerke und eine schnelle Energiewende gesetzt. Unter dem Motto "Atomkraft Schluss!" demonstrierten nach Veranstalterangaben bundesweit insgesamt 160.000 Menschen.
Zu dem Protest in 21 Städten hatten Umweltschutzinitiativen, Gewerkschaften und Parteien aufgerufen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Spitzen der schwarz-gelben Koalition beraten am Sonntagabend über die geplante Energiewende.
Die Ethikkommission empfiehlt unterdessen der Regierung einen Atomausstieg binnen zehn Jahren. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach Ende der Abschlusssitzung aus dem Umfeld der Kommission. Der Bericht des "Rats der Weisen" ist für die Regierung eine wichtige Basis für ihre Entscheidung zum Atomausstieg. Diese fällt womöglich am Sonntag.
Allein in Berlin gingen nach Angaben von Veranstaltern 25.000 Demonstranten auf die Straße, nach Polizeiangaben 20.000. Der bunte Demonstrationszug führte zur CDU-Parteizentrale, wo Merkel Chefin ist. Die Atomkraftgegner forderten die Kanzlerin auf, ohne jede Verzögerung das Ende der Atomenergienutzung in Deutschland durchzusetzen. Immer wieder skandierten die Teilnehmer "Abschalten! Abschalten!" und erinnerten an die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima.
Mehr als 160.000 bei Anti-Atomkraft-Demos in ganz Deutschland.
Auch in Bayern schwenkten Demonstranten zu Tausenden Fahnen mit der Anti-Atom-Sonne und Aufschriften wie "Atomkraft? Nein Danke". Allein in München waren es nach Angaben der Veranstalter etwa 25.000, die Polizei sprach von 11.500 Teilnehmern. Gegen 14.30 Uhr setzten sich die Demonstranten in mehreren bayerischen Städten für eine Sitzblockade auf den Boden.
In Hamburg zogen nach Schätzungen der Polizei rund 5500 Atomstromgegner durch die Stadt, die Veranstalter meldeten 20.000 Teilnehmer. In Dresden machten rund 3000 Protestierer mit Trillerpfeifen ordentlich Lärm. In Bonn blockierten nach Angaben der Veranstalter 7500 Demonstranten eine Rheinbrücke unter dem Motto "Wir blockieren Eure Brückentechnologie!". In Essen gab die Polizei die Zahl der Demonstranten mit rund 3000 an, in Münster waren es demnach etwa 6000. In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz zogen rund 4000 Teilnehmer in vier Sternmärschen zu einer Kundgebung.
Insgesamt hatten die Veranstalter mit mehr Teilnehmern als bei den letzten großen Anti-AKW-Demonstrationen am 26. März gerechnet. Damals war die Zahl der Demonstranten mit 250.000 angegeben worden.
Quelle: dpa
Erich schrieb:
am 28. Mai 2011 um 19:38:07
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AKWs bitte sofort alle aus
erufsdemonstranten die ihren Job nachgehen. Wollem auch 30 Euro mehr in Monat für den Strom ausgeben. ;) Jaa
schaltet bitte alle ab, wenn kein Strom da ist brauch man auch dafür nichts bezahlen. ;) Ach ne, dann hollen wir eben den AKW Strom aus Tschechien oder Frankreich, so kann man es auch lösen. ;)
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