16.06.2011, 12:52 Uhr
Vergangene Woche hat das Bundeskabinett seinen Fahrplan zum Atomausstieg verabschiedet (Foto: imago)
Die Opposition macht gegen den Plan der Bundesregierung Front, eines der Alt-Atomkraftwerke für die nächsten beiden Winter als "Kaltreserve" vorzuhalten. SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber kündigte in der "Frankfurter Rundschau" einen Änderungsantrag zum neuen Atomgesetz an, das im Bundestag beraten wird und Mitte Juli in Kraft treten soll.
Die Idee einer nuklearen Kaltreserve sei "technischer, wirtschaftlicher und politischer Unsinn", sagte Kelber.
Er plädierte dafür, statt eines Atomkraftwerks derzeit nicht genutzte Kohle-, Öl- oder Erdgas-Kraftwerke als Reserve zu nutzen, die teils deutlich schneller ans Netz genommen werden könnten als ein Reaktor. Dafür seien ausreichende Kapazitäten vorhanden.
Um ein komplett abgeschaltetes Atomkraftwerk wieder in Betrieb zu bringen, braucht es nach Angaben aus der Branche mindestens zwei bis drei Tage. Bei Gaskraftwerken reichen dafür Stunden aus.
Der Zeitung zufolge warnte der SPD-Politiker auch vor den hohen Kosten einer Atom-Kaltreserve. Diese würden in Branchenkreisen für die Zeit bis Frühjahr 2013 auf 50 bis 100 Millionen Euro geschätzt, die auf die Stromkunden umgelegt werden müssten. Kelber zufolge wäre die fossile Alternative deutlich billiger.
Das Bundeskabinett hatte in der vergangenen Woche seinen Ausstiegsfahrplan unter dem Titel "Weg zur Energie der Zukunft" verabschiedet. Danach ist die dauerhafte Abschaltung von acht AKW vorgesehen. Eines davon solle jedoch "bis Frühjahr 2013 als Reservekraftwerk zur Verfügung stehen", um "Gefahren für Sicherheit und Stabilität der Energieversorgung" abzuwehren.
Quelle: dapd , t-online.de
Otti schrieb:
am 16. Juni 2011 um 20:21:05
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Kaltreserve
Aber die Gaspreise werden bestimmt höher werden----Angebot und Nachfrage ist der Tenor
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Heinz schrieb:
am 16. Juni 2011 um 18:44:20
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Kaltreserve
Und genau diese werden dann in einem besonders harten Winter die "Rettung" sein. Das wird dann als Argument dienen neue zu bauen.
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dr. dick schrieb:
am 16. Juni 2011 um 18:42:12
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AKW
Der bis 2020 beabsichtigte CO2-Ausstoß ist zwar schon jetzt zu drei Vierteln erreicht, aber Gaskraftwerke müssen her - auf deren
CO2-Beitrag kommt es anscheinend dann auch nicht mehr an. Hauptsache weg vom Atomstrom !! Die Grünen sind nicht kompetent sondern nur hysterisch.
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