05.08.2011, 09:14 Uhr
Grenzbeamte aus Griechenland (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Griechenland will mit dem Bau eines rund 120 Kilometer langen Grabens die illegale Migration aus der Türkei über den Grenzfluss Evros stoppen. Der Bau des 30 Meter breiten und sieben Meter tiefen Grabens hat nach Angaben der Online-Ausgabe der Athener Zeitung "To Vima" bereits begonnen.
Die Internetseite veröffentlichte eine Karte mit dem Verlauf entlang des Flusses auf der griechischen Seite. Die ersten 14,5 Kilometer des Grabens seien bei der Ortschaft Orestiada ausgehoben worden. Andere Onlineseiten veröffentlichten Fotos des Chefs des griechischen Heeres, Vizegeneral Frangos Frangoulis, bei der jüngsten Besichtigung der Arbeiten mit schwerem Gerät, die die griechische Armee durchführt.
Der Graben soll auch militärischen Abwehr-Zwecken dienen, hieß es. Griechenland und die Türkei streiten sich seit Jahrzehnten um Hoheitsrechte. Allein 2010 kamen nach Behördenangaben 128.000 Migranten nach Griechenland. In den vergangenen vier Jahren seien es insgesamt 512.000 gewesen.
Nach der Teilnahme der europäischen Grenzagentur Frontex an der Überwachung der Grenze von Evros seit Anfang 2011 seien diese Zahlen der Migranten nach Angaben des Bürgerschutzministeriums stark zurückgegangen. Griechenland wächst der Flüchtlingsstrom über den Kopf. Mittlerweile ist mehr als jeder zehnte Einwohner ein Nicht-EU-Ausländer.
Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl kritisierte den Bau. Griechenland sei seit langem administrativ und politisch unfähig, ein menschenwürdiges Aufnahme- und Asylentscheidungssystem aufzubauen, bekräftigte die Organisation in einer Mitteilung.
"Griechenlands neuer Panzergraben ist ein Symbol: Er steht einerseits für die Vertiefung der Gräben in Richtung Türkei und ist damit eine Verbeugung vor nationalistischen Strömungen im eigenen Land. Und er ist ein Graben gegen die Menschenrechte von Flüchtlingen. Die Regierung Papandreou zeigt, dass sie in Abschottung investieren will statt in ein Aufnahmesystem", so Günter Burkhardt, Geschäftsführer von Pro Asyl.
Quelle: dpa
Pegasus schrieb:
am 4. August 2011 um 18:20:32
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graben
und wer bezahlt den graben???? Angie natürlich!!!!!
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hans schrieb:
am 4. August 2011 um 18:19:59
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Athen baut Graben gegen illegale Migration
Nicht alles was die Grichen machen ist schlecht. Aber ich würde den Graben tiefer und breiter machen.
Wir können lernen.
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silvi schrieb:
am 4. August 2011 um 18:09:18
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Asylprobleme
@udo 45: dem kann ich "sachlich" betrachtet nur zustimmen. Afrikas Probleme
werden nicht weniger, wenn wir nur immer
wieder spenden und diese Gelder
dort hinsenden. Entwicklungshilfe in der Familienplanung, Aufklärung bei den
Kinder beginnend, partnersachftliches Miteinander und vieles mehr muss gelehrt
werden !
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