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Astronomie: Wenn der Urknall gar kein Knall war

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Wenn der Urknall gar kein Knall war

09.07.2007, 13:39 Uhr

Am Anfang gab es einen großen Urknall und das Universum war da. Lange Zeit galt diese Theorie als gültige Erklärung für die Geburt des Kosmos. Vor 13,7 Milliarden Jahren soll es die gigantische Explosion gegeben haben, aus der das Universum entstand. Seither soll es sich kontinuierlich ausdehnen.

Vor dem Knall war nicht nichts
Für viele Physiker ist heute aber klar, dass der Urknall keinesfalls den Anfang von allem markiert, sondern dass davor auch schon etwas existiert haben muss. Der deutsche Forscher Martin Bojowald hat seine neueste Theorie zu der Frage "Was war vor dem Urknall?" in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Nature Science" veröffentlicht. Seine These: Der Urknall war eigentlich kein Knall.

VerrechnetErde ist kleiner als bisher angenommen
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Blick in die Unendlichkeit
Bojowald, der an der Pennsylvania State University forscht, hat eine Formel errechnet, die gewissermaßen einen Blick in die Unendlichkeit erlauben soll. Die von ihm beschriebene Schleifen-Quantengravitation (Loop Quantum Gravity) erklärt die Raumzeit als ein Netz aus zahllosen winzigen Schleifen ("Loops"), die miteinander verknotet sind. Dies sind die kleinsten Bausteine des Universums.

Das Problem mit den Quanten
Die Schleifen-Quantengravitation soll die beiden Hauptsäulen der Physik vereinigen: die Relativitätstheorie und die Quantenphysik. Denn Einsteins berühmte Theorie schließt das Verhalten der Quanten nicht mit ein. Das ist aber wichtig, um die Zeit kurz vor und kurz nach dem Urknall zu erklären. Bisher ist dieser Brückenschlag noch keinem Forscher gelungen - ein enormes Problem der modernen Physik.

"Big Bang" war "Big Bounce"
Bojowald will nun mit der Schleifen-Quantengravitation erklären, dass es den Urknall als solchen gar nicht gegeben hat. Der "Big Bang", sagt der Forscher, war vielmehr ein "Big Bounce", also ein Abpraller. Und er ist nicht der erste, der das annimmt. Schon vor einem Jahr erklärte sein Kollege Abhay Ashtekar, ebenfalls von der Pennsylvania State, dass sich das Universum infolge der Gravitation so weit zusammengezogen hat, bis die Quanteneigenschaften schließlich der Schwerkraft entgegen gewirkt haben.

"Direkter Blick nicht möglich"
Einen unumstößlichen Beweis verspricht Bojowald trotzdem nicht. "Ein direkter Blick in die Vergangenheit nach dem Urknall ist nicht möglich," sagt Bojowald, "Aber indirekte Beobachtungen können sehr wohl darüber Aufschluss geben."



Universum ist vergesslich
Den Grund dafür, dass der ultimative Rückblick nicht machbar ist, nennt er "kosmische Vergesslichkeit". Durch die extremen Quantenkräfte währen des "Big Bounce", besagt Bojowalds Modell, verliert das Universum die "Erinnerung" an seinen vorherigen Parameter. Daraus folgt, dass der Kosmos bei jeder Wiedergeburt seine Gestalt ändert. Weil bestimmte Eigenschaften ihre Reise durch den "Big Bounce" nicht überleben, gleicht kein altes Universum jemals dem neuen.



Quelle: t-online.de

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Kommentare (1)

zum Forum

Thema: "Astronomie: Wenn der Urknall gar kein Knall war"

philipp schrieb: am 1. September 2011 um 13:30:54
(0) (0) Big Bounce
bald erzählen sie wider was neues und man muss wieder alles überdenken

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