01.11.2011, 09:15 Uhr
Boeings Kapsel mit dem Namen CST-100 soll sieben Astronauten in die Umlaufbahn befördern können
Die NASA setzt bei bemannten Ausflügen in die Erdumlaufbahn künftig ganz auf die private Wirtschaft:Luftfahrt-Riese Boeing soll im alten Kennedy Space Center in Florida ein privates Weltraumtaxi bauen und testen. Ein entsprechender Vertrag sei am Montag unterzeichnet worden, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Sie hatte ihre Shuttle-Flotte am selben Standort im Juli eingemottet.
Außerdem haben mehrere US-Unternehmen Fördermittel zur Entwicklung von Raumfahrzeugen erhalten. Sie sollen unter anderem den Transport von Astronauten oder Fracht zur Internationalen Raumstation ISS übernehmen. Zurzeit ist die NASA ganz auf die pannenanfälligen russischen "Sojus"-Raumschiffe angewiesen. Die Behörde hofft, dass 2016 die ersten kommerziellen Fahrzeuge einsatzbereit sind.
Boeing plant eine Kapsel mit dem Kürzel CST-100, an der künftig in dem alten Shuttle-Hangar gearbeitet wird. Sie soll Platz für bis zu sieben Astronauten bieten und nach Angaben des Weltraumportals Space.com mit einer Atlas-Rakete ins All befördert werden.
Die NASA könne sich keinen Stillstand erlauben, erklärte Behördenchef Charles Bolden. "Wir müssen entschlossen diese nächste Generation der Weltraumerforschung anpeilen - und die Arbeitsplätze und Innovation, die sie mit sich bringt." Der Staat Florida verspricht sich vom NASA-Deal mit Boeing 550 neue Jobs.
Quelle: dpa
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