
30.01.2012, 17:35 Uhr
Die Lage in Syrien spitzt sich dramatisch zu: Der Aufstand gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad rückt immer näher an die Hauptstadt Damaskus heran. Gerüchten zufolge versuchte Assads Familie, das Land zu verlassen - und wurde daran gehindert.
Die ägyptische Tageszeitung "Al-Masry Al-Youm" berichtete unter Berufung auf syrische Quellen, dass die Frau, die Mutter, die Söhne und ein Cousin des Präsidenten auf der Flucht gewesen seien. Nähere Einzelheiten sind derzeit noch nicht bekannt.
Unterdessen hat die von Deserteuren gegründete "Freie Syrische Armee" nach eigenen Angaben am Sonntag einzelne Bezirke am Stadtrand von Damaskus unter ihre Kontrolle gebracht. Sie musste sich aber später nach Angriffen von Regimesoldaten wieder zurückziehen. In der Nacht wurden Kämpfe aus Gebieten nur acht Kilometer vom Zentrum der Hauptstadt entfernt gemeldet. Am Morgen hatte die Regierung schließlich loyale Einheiten in den Vororten stationiert. Mindestens 16 Menschen kamen laut Aktivisten bei den Kämpfen ums Leben, auch in den Protesthochburgen Homs, Hama und Idlib gab es wieder Tote.
Die Straße zum internationalen Flughafen von Damaskus sei ebenfalls vorübergehend blockiert gewesen, als Mitglieder des syrischen Geheimdienstes zur Opposition überliefen. Regimesoldaten hätten anschließend zur Vergeltung 17 Verwandte eines führenden Deserteurs aus dem syrischen Geheimdienst getötet, hieß es.
Amateurvideo zeigt Truppenbewegungen in den Vororten der Hauptstadt Damaskus. zum Video
Nach Angaben Russlands hat sich die syrische Führung bereit erklärt, informelle Gespräche mit Oppositionsvertretern aufzunehmen. Das Angebot der russischen Regierung, Verhandlungen zur Beilegung der syrischen Krise in Moskau abzuhalten, sei von Damaskus positiv beantwortet worden, erklärte das Außenministerium in Moskau. Es werde nun erwartet, dass auch die Opposition "in den kommenden Tagen" den Gesprächen zustimme.
Russland hatte seinem Verbündeten Syrien gerade erst Kampfflugzeuge im Wert von 427 Millionen Euro verkauft. Zudem unterhält die russische Marine in Syrien einen wichtigen Stützpunkt.
Unterdessen hat die Gewalt nach dem Abbruch der Beobachtermission der Arabischen Liga drastisch zugenommen. Aktivisten berichteten am Morgen erneut von Schüssen und Explosionen in Vororten der Hauptstadt Damaskus. Die staatliche Nachrichtenagentur SANA meldete, "bewaffnete Terrorgruppen" hätten im Morgengrauen unweit der Grenze zum Libanon eine Gas-Pipeline in die Luft gesprengt. Demnach ereignete sich der Vorfall im acht Kilometer vom Grenzort Talkalach entfernten Tal Hosch. Einzelheiten sind bislang noch nicht bekannt.
UN-Schätzungen zufolge sind seit Beginn der Massenproteste im März mehr als 5600 Menschen getötet worden.
Beratungen zwischen dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, und dem UN-Sicherheitsrat über den Konflikt in Syrien finden nach UN-Angaben am Dienstag statt.
Quelle: dpa
KONDI schrieb:
am 30. Januar 2012 um 16:36:58
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Assad
Wie immer und überall,die Ratten verlassen zuerst das sinkende Schiff und das nicht nur auf der Concordia.Die Assad-Ratten können
gefahrlos hingehen wo sie wollen.In vielen Ländern der Welt lagern Milliarden Dollar für den Notfall.Ich wünsche dem Volk,dass sie diese Brut bald los werden und einen fairen Neuanfang erreichen.
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ich schrieb:
am 30. Januar 2012 um 16:02:42
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Asma
Die ist mal sehr Hübsch! Warum nur fahren so schöne Frauen immer auf Monstern, Verbrecher und Arschlöcher ab? Das bedeutet wohl das
sie nur von außen so schön ist, schade schade wäre ja auch zu schön gewesen...
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Senfgurke schrieb:
am 30. Januar 2012 um 15:51:56
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Assads Familie wollte wohl aus Syrien fliehen
Das wäre die beste Lösung, wenn es nicht weiter tausende Tote und ein Massaker unter
Familienmitgliedern geben soll. Da kann kein Staat im Nahen Osten behaupten, das Ausland allein wäre schuld. Dieser Flächenbrand von Protesten und blutigen Unruhen findet mit Sicherheit neue Nahrung in islamischen Hochburgen der Fundamentalisten. Iran steht oben auf der Skala, aber auch Katar und Dubai. Alles eine Frage der Zeit. Reichtümer weniger schützen nicht vor dem Wunsch nach Freiheit der Bevölerkung.
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