19.04.2010, 09:37 Uhr
Deutschland wird bei der Trauerfeier für den polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczynski und seine Frau Maria durch Bundespräsident Horst Köhler und Außenminister Guido Westerwelle (FDP) vertreten. Beide sind am Sonntagmorgen von Berlin zur Trauerfeier abgeflogen. Sie reisten per Hubschrauber in das Nachbarland. Mit dabei war auch die Polen-Beauftragte der Bundesregierung, Cornelia Pieper (FDP). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte dagegen am Samstag ihre Teilnahme unter Hinweis auf die massiven Einschränkungen im Luftverkehr ab. Am Vorabend des Staatsbegräbnisses hatten mehrere führende Politiker aus der ganzen Welt ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt, darunter US-Präsident Barack Obama.
Kaczynski, seine Frau und 94 weitere Menschen kamen vor einer Woche bei einem Flugzeugabsturz im russischen Smolensk ums Leben. Die Delegation war auf dem Weg zu den Feiern für die Opfer des Massakers von Katyn, wo vor 70 Jahren tausende polnische Offiziere von der sowjetischen Geheimpolizei getötet wurden. Kaczynski und seine Frau Maria sollen am Sonntag im Dom der Wawel-Burg in Krakau bestattet werden, der traditionellen Grabstätte der polnischen Könige.
Zu dem Staatsbegräbnis hatten sich zunächst zahlreiche Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt angesagt. Die Einschränkungen im europäischen Luftverkehr nach dem Vulkanausbruch auf Island machen aber inzwischen vielen Delegationen die Anreise unmöglich. Die Kanzlerin habe in einem Telefonat mit dem polnischen Außenminister Radoslaw Sikorski ihr größtes Bedauern über die Absage geäußert, hieß es am Abend in einer Mitteilung des Bundespresseamtes in Berlin. Sikorski wiederum habe vollstes Verständnis für die Entscheidung der Kanzlerin geäußert, deren Rückkehr von einem Besuch in den USA sich wegen der Behinderungen um Luftverkehr verzögert hatte. Auch der britische Außenminister David Miliband und Thronfolger Prinz Charles sowie der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy und der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer sagten ihre Teilnahme an dem Begräbnis Kaczynskis ab. Der kanadische Ministerpräsident Stephen Harper verzichtete ebenfalls auf die Reise nach Polen.
Nach Angaben des polnischen Außenministeriums hatten zuvor bereits Delegationen aus Indien, Ägypten, Japan, Südkorea, Mexiko, Neuseeland, Mazedonien und Pakistan ihre Teilnahme an dem Staatsbegräbnis abgesagt. Für alle 96 Opfer der Flugzeugkatastrophe fand am Samstag in Warschau eine Trauerfeier statt. Um 08.56 Uhr, dem Zeitpunkt des Flugzeugabsturzes im russischen Smolensk am Samstag vergangener Woche, läuteten im ganzen Land die Kirchenglocken; die Sirenen heulten. Auf dem Pilsudski-Platz im Herzen Warschaus versammelten sich rund hunderttausend Menschen zu einem Gedenkgottesdienst, die mitgeführten polnischen Fahnen verwandelten den Ort in ein rot-weißes Farbenmeer. Bundespräsident Köhler hat nach Angaben eines Sprechers noch am Samstag betont, dass er auf jeden Fall zu der Trauerfeier kommen wolle.
Quelle: dpa
Ein Freund schrieb:
am 18. April 2010 um 05:11:30
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k. Kommentar
So so, Hubschrauber geht noch :-9)
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Walter Haupt schrieb:
am 18. April 2010 um 01:02:23
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Köhler fliegt zur Trauerfeier
warum fliegen eigentlich nicht auch andere Politiker mit Propellermaschinen oder Hubschraubern zu der
Trauerfeier. In Höhen von bis zu 3000 m geht das Risiko für vorhandene Aschepartikel vom Vulkanausbruch gegen Null und in IFR kann bei der jetzigen wetterlage schließlich problemlos geflogen werden, vor allem, wenn die Maschinen noch zusätzlich über GPS verfügen. Kollisionen sind auch sehr unwahrscheinlich, da der Luftraum ja nahezu leer ist.
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Korki schrieb:
am 18. April 2010 um 00:26:19
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Westerwelle
Guido kann doch mit dem Guidomobil fahren. Dem sollte die Staubwolke nichts ausmachen.
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