23.05.2011, 12:51 Uhr
Auf Island ist der Vulkan Grimsvötn ausgebrochen. Geologen hätten die beginnende Eruption des Vulkans im Süden der Insel beobachtet, berichtete das isländische Fernsehen. Im Umkreis von 220 Kilometern um den Vulkan sei der Luftraum geschlossen, teilte die isländische Luftverkehrskontrolle mit. Am Vormittag wurde zudem der wichtigste internationale Flughafen des Landes nahe der Hauptstadt Reykjavik gesperrt.
Die meisten Flugzeuge hatten den Flughafen Keflavik aber noch verlassen können, bevor dieser geschlossen wurde, sagte Hjordis Gudmunsdottir von der Luftverkehrsbehörde Isavia. Die Entscheidung betreffe auch andere islandische Flughäfen. Transatlantische Flüge würden südlich um die Insel herumgeleitet, so Gudmunsdottir.
Die riesige weiße Wolke sei etwa 19 Kilometer hoch. Sie bestehe vor allem aus weißem Rauch, sagte der Geologe Hjorleifur Sveinbjornsson. Die Polizei musste aus Sicherheitsgründen eine Hauptverkehrsstraße sperren. Das Ereignis weckt Erinnerungen an den Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull vor gut einem Jahr, der für Chaos im internationalen Flugverkehr gesorgt hatte.
"Aufgrund der aktuellen Windrichtung aus Südwest ist aber in den nächsten Tagen nicht damit zu rechnen, dass die Asche nach Europa gelangen könnte", sagte Thomas Sävert von der Meteomedia Unwetterzentrale gegenüber wetter.info. "Darüber hinaus muss auch erst untersucht werden, ob uns die Asche überhaupt gefährlich werden könnte. Denn sie ist recht grobkörnig und senkt sich rascher ab als die feine Asche des Eyjafjallajökull."
Isländischer Vulkan Grimsvötn ausgebrochen Eine kilometerhohe Aschewolke steigt in den Himmel. Die Behörden erteilen Flugverbot.
Auch nach Einschätzung der europäischen Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol wird die Aschewolke den Flugverkehr in Europa vorerst nicht stoppen. "Derzeit gibt es keine Auswirkungen auf europäische und transatlantische Flüge und diese Situation wird voraussichtlich in den nächsten 24 Stunden auch so bleiben", teilte Eurocontrol am Sonntag auf seiner Internetseite mit. Die Aschewolke habe eine Höhe von zwölf Kilometern und bewege sich von Island in nordöstliche Richtung.
Vor gut einem Jahr hatten nach dem Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull über Europa treibende Aschewolken tagelang zu Sperrungen des Luftraums geführt und für ein Chaos im internationalen Flugverkehr gesorgt. Schätzungsweise zehn Millionen Flugpassagiere waren damals weltweit betroffen.
Bei der Sperrung des isländischen Luftraums handele es sich um eine Routinemaßnahme, teilte eine Sprecherin der Luftverkehrskontrolle mit. Die Rauchwolke habe die Flughöhe von Passagierflugzeugen erreicht und es seien Maßnahmen eingeleitet worden, um den Flugverkehr südlich der Flugverbotszone vorbeizuleiten, sagte sie. Die vergangenen Ausbrüche des Grimsvötn hatten keinen großen Einfluss auf den Flugverkehr.
Zuletzt war der Grimsvötn 2004 aktiv gewesen. Damals hatte der Ausbruch nur wenige Tage gedauert. Im Jahr 1996 verursachte ein Ausbruch des Vulkans Fluten, die Straßen und Brücken beschädigten, sagte Sveinbjornsson. Die Gegend um den Vulkan ist nur dünn besiedelt.
Der Grimsvötn liegt unter dem Vatnajökull-Gletscher. Nach der Entdeckung von Schmelzwasser hatten Experten seit November einen weiteren Ausbruch des Vulkans erwartet. Wie dramatisch die Auswirkungen des Ausbruchs noch werden, hängt unter anderem davon ab, wie lang die Eruption andauert und wie hoch die Aschewolken in die Luft geschleudert werden. Auch die Windrichtung spielt eine Rolle.
Quelle: t-online.de , dapd , dpa
captor schrieb:
am 22. Mai 2011 um 17:50:28
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Nachrechner
Sind die letzten drei strengen Winter in Folge schon vergessen? Zudem sollteman zu der Behauptung bezüglich des "wärmsten
Jahrs" mal untersuchen, wer, wann , wo und wie gemessen hat.
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Nachrechner schrieb:
am 22. Mai 2011 um 15:56:40
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KlausR
"irgendwann ist ein Punkt erreicht, wo eine CO2-Zunahme keine meßbare Erwärmung mehr bringt" - Schon klar, nämlich bei
100%. Logarithmischer Zusammenhang ? Also denn: log(0,04%)=log(0,0004)=-3,4 ; log(100%)=0 ... --- "Außerdem wird es seit 10 Jahren wieder kälter,..."
Das letzte Jahr war eines der wärmsten seit Beginn der Messungen ...
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Dr.Harro Hess schrieb:
am 22. Mai 2011 um 14:59:41
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Isländischer Vulkan
Es bestätigt sich, dass die Geologie das Leben auf der Erde- dramatisch bestimmt.Nur die Zeitspannen sind viel größer
als wir sie in unserem Leben beobachten können. Was sind 10 000 Jahre? Auch die Eifelvulkane, jedenfalls einige, können mobil werden Je nach Windrichtung könnte ganz Deutschland betroffen sein. Von Island aber werden wir noch öfter hören..Mit einem Island-Tief kamen öfter unangenehme Gase nach Europa. Die CO² Bilanz in allen Fällen war verheerend auch ohne Autos und K
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