08.08.2010, 20:58 Uhr | DDP
Berlin (ddp-bln). Das Archiv der Jugendkulturen in Berlin steckt offenbar in finanziellen Schwierigkeiten. Da die seit 1998 bestehende Einrichtung keine Regelförderung erhalte, habe man in den vergangenen Jahren monatlich 1000 bis 1500 Euro privat zuzahlen müssen, sagte Archiv-Leiter Klaus Farin der Zeitung "Neues Deutschland" (Montagausgabe). Mittlerweile sei die Sammlung aber so groß geworden, so dass die Mitarbeiter sie nicht mehr privat finanzieren könnten.
Bis 31. Oktober versuche die Einrichtung deshalb, eine Stiftung ins Leben zu rufen, schrieb das Blatt weiter. 100 000 Euro seien nötig. Bislang seien 10 000 Euro an Spenden eingegangen, sagte Farin.
Das Archiv für Jugendkulturen hat sich eigenen Angaben zufolge zur Aufgabe gemacht, den Klischees und Vorurteilen über "die Jugend" differenzierte Informationen entgegenzusetzen. Zu diesem Zweck betreibt es Jugendforschung und sammelt Zeugnisse aus sowie über Jugendkulturen, darunter Bücher, Diplomarbeiten, Medienberichte, Flyer oder Musik. Das Gesammelte wird in einer Bibliothek der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung gestellt.
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