16.05.2011, 08:26 Uhr
Die Arbeiten am beschädigten Atomkraftwerk Fukushima laufen immer noch auf Hochtouren (Foto: dpa)
Im schwer beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist ein Leiharbeiter zusammengebrochen und gestorben. Die Betreiberfirma Tepco erklärte, der über 60 Jahre alte Mann sei beim Tragen von Ausrüstung kollabiert. Die Todesursache sei nicht bekannt. Im Körper des Toten sei keine gefährliche Belastung mit Radioaktivität gemessen worden. Unterdessen erschütterte erneut ein Erdbeben die Region.
Tepco-Sprecher Naoyuki Matsumoto, sagte, der Mann habe bei der Arbeit in einem Entsorgungsgebäude einen Strahlenschutzanzug, Handschuhe und Atemschutz getragen. Er hatte erst einen Tag zuvor die Arbeit in dem Kraftwerk aufgenommen. In dem Gebäude wird radioaktiv kontaminiertes Wasser gelagert, das nach dem Erdbeben und Tsunami vom 11. März aus den Reaktoren des Atomkraftwerks geflossen war. Die Anlage Fukushima-Daiichi ist schwer beschädigt. Noch immer tritt Radioaktivität aus.
Rund 100 Kilometer von Fukushima entfernt ereignete sich derweil gegen 8.35 Uhr Ortszeit ein Erdbeben. Die US-Erdbebenwarte in Golden im US-Staat Colorado gab die Stärke mit 6,2 an. Das Epizentrum habe sich vor der Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu 93 Kilometer von Fukushima entfernt befunden.
Der Versorger Chubu Electric teilte mit, man habe das Atomkraftwerk Hamaoka in Shizuoka vollständig heruntergefahren. Der Betrieb werde erst wieder aufgenommen, wenn neue Sicherheitsmaßnahmen installiert seien, darunter eine riesige Schutzmauer, die die Anlage vor Tsunamis schützen soll. Die Arbeiten werden nach Angaben von Chubu mehrere Jahre dauern. Das Atomkraftwerk Hamaoka gilt als das am stärksten durch Erdbeben gefährdete AKW des Landes.
Unterdessen wurde bekannt, dass in einem Klärwerk der japanischen Hauptstadt Tokio Ende März hochradioaktive Asche gefunden worden ist. Die Asche, die eine nicht näher identifizierte Substanz mit einer Radioaktivität von 170.000 Becquerel pro Kilogramm enthielt, stammte aus der Müllverbrennungsanlage des Klärwerks im östlichen Stadtteil Koto. Das berichtete die Tageszeitungen "Nikkei" und "Sankei" unter Berufung auf Vertreter der Stadtverwaltung.
Ein Großteil der Asche, die aus der Verbrennung nicht-organischer Abfälle stammt, wurde bereits zu Baumaterial wie Zement weiterverarbeitet. Auch in zwei anderen Kläranlagen in den Stadtteilen Ota und Itabashi sei Ende März Asche mit einer Radioaktivität von 100.000 bis 140.000 Becquerel pro Kilogramm entdeckt worden, hieß es in dem Berichten. Forscher prüften nun, ob es sich bei der Substanz um Cäsium handelt.
Quelle: dapd
Konstruktiv schrieb:
am 14. Mai 2011 um 14:19:50
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@Riff
Hi Riff, Tschnernobyl hatte aber eine ganz andere Dimension als Fukushima. Auch ich zweifle nicht, daß in Tschernobyl 1000de an
Spätfolgen durch Krebs gestorben sind. Obwohl sich das statistisch schwer beziffern lässt, stimme ich da zu. Die Maximalzahlen, die ein paar Quellen verbreiten, glaube ich aber nicht. Und: Selbst in der Ukraine (Tschern.) steigt die durchschn. Lebenserwartung kontinuierlich. Dies zeigt, daß der Einfluss von Geld/Wohlstand vollkommen unterschätzt wird. Geld rettet Leben
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Lazalet schrieb:
am 14. Mai 2011 um 14:18:02
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Todeskandidaten
@Fridolin
Die UDSSR hatten damals ja auch ein immenses "Menschenmaterial" zur Verfügung, die dort zu Tausenden geopfert
wurden- das wäre heute nicht mehr möglich (hoffe ich zumindest).
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A. M. schrieb:
am 14. Mai 2011 um 14:15:23
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Fukushima
Wahrscheinlich hätte er sich sonst totgelacht, über "Räzel".
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