Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Specials > Aufruhr in der islamischen Welt >

Arabische Welt: Blutiger Freitag in Syrien, Jordanien und Jemen

...

Blutiger Freitag in der arabischen Welt

27.03.2011, 09:39 Uhr

In der syrischen Hauptstadt Damaskus demonstrieren Tausende gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

In der syrischen Hauptstadt Damaskus demonstrieren Tausende gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)

Erneut Tote und Verletzte bei Demonstrationen in der arabischen Welt: Bei Protesten für demokratische Reformen ist die Staatsmacht in mehreren arabischen Staaten brutal vorgegangen. In Syrien gab es wieder Tote, als die Sicherheitskräfte auf Demonstranten schossen. In Jordanien wurden dutzende Menschen durch Wasserwerfer verletzt. Im Jemen stemmten sich starke Polizei- und Armeeverbände zunächst zwischen Zigtausende Regierungsgegner und Regimeanhänger. Auch in Saudi-Arabien gingen Hunderte Schiiten auf die Straße

Laut Medienberichten demonstrierten die Schiiten im Osten des Landes für die Freilassung Gefangener und bekundeten ihre Unterstützung für schiitische Regierungsgegner im nahe gelegenen Bahrain. Dort kommt es seit etwa einem Monat zu Protesten gegen das sunnitische Königshaus. 

Die schiitische Nachrichtenagentur Rassid berichtete, die Demonstranten hätten in zwei Städten in der Provinz Katif bahrainische Flaggen geschwenkt. Die Demonstranten forderten ihre Regierung auf, die nach Bahrain entsandten Soldaten zurückzuholen. Sie führen dort eine 1500 Mann starke Truppe mehrerer Golf-Staaten an, um das herrschende Königshaus zu stützen. Etwa zehn Prozent der 23 Millionen Saudiaraber sind Schiiten. 

Sicherheitskräfte eröffnen das Feuer

In Syrien eröffneten die Sicherheitskräfte einen Tag nach der Ankündigung von Reformen durch Präsident Baschar al-Assad erneut das Feuer auf Demonstranten. Nach Angaben aus Oppositionskreisen wurden in der Stadt Al-Sanamien südlich von Damaskus 23 Zivilisten erschossen, die auf dem Weg in die Provinz Daraa waren. Unabhängige Angaben zur Zahl der Opfer lagen nicht vor. Die Opposition sprach auf ihren Websites von 140 Verletzten. Ein Augenzeuge sagte, er habe mehrere Verletzte gesehen.

In der Stadt Daraa und den umliegenden Dörfern wurden am Freitag nach Angaben von Anwohnern zehn "Märtyrer" begraben, die am Mittwoch von der Polizei erschossen worden waren. Nach offiziell unbestätigten Berichten wurden bei den blutigen Übergriffen mindestens 80 Menschen getötet. Den Trauerzügen schlossen sich nach Schätzungen von Augenzeugen fast 20.000 Menschen an.

Proteste nach dem Freitagsgebet

Auch in anderen syrischen Städten gingen nach dem Freitagsgebet Tausende von Menschen auf die Straße, um für Meinungsfreiheit und Demokratie zu demonstrieren. Protestkundgebungen, die teilweise von der Polizei aufgelöst wurden, gab es unter anderem in der Stadt Homs, in Duma, Latakia und der Hauptstadt Damaskus. Nach Informationen des Senders Al-Arabija kam es auch zu Festnahmen.

Aus Jordanien wurden rund 100 Verletzte gemeldet, als die Polizei eine Kundgebung der Opposition auf dem Nasser-Platz in Amman gewaltsam und mit Unterstützung von Wasserwerfern auflöste. Die überwiegend jugendlichen Demonstranten hatten Neuwahlen unter demokratischen Bedingungen gefordert. Schon in der Nacht waren rund 30 Demonstranten verletzt worden, als sie von Regimeanhänger mit Steinen beworfen wurden. Die Sicherheitskräfte griffen nicht ein.

Im Jemen signalisierte der umstrittene Präsident Ali Abdullah Salih in einer Rede vor seinen Unterstützern seine Rücktrittsbereitschaft, schloss aber zugleich einen Dialog mit der Opposition kategorisch aus. Der angedeutete Rückzug von der Macht blieb nebulös. "Ich bin bereit, die Macht abzugeben, aber nur in sichere Hände", sagte Salih. Diese sicheren Hände müssten vom Volk gewählt sein. Der Opposition traue er nicht, sagte er, da diese eine "kleine Minderheit von Drogenhändlern" sei. 

"Tag des Abschied" im Jemen

Die jemenitische Opposition versammelte sich trotz des vor einer Woche verhängten Ausnahmezustands zu einer Massenkundgebung unter dem Motto "Tag des Abschieds", um den Rücktritt des Präsidenten zu erzwingen. Zwischen den Demonstrationszügen waren starke Polizei- und Armee-Einheiten aufmarschiert.

Ein Salih-Anhänger schoss von einem Hausdach auf die Kundgebung auf dem Taghier-Platz. Seine Kugel verletzte einen Soldaten. Der Heckenschütze wurde daraufhin festgenommen, berichteten Augenzeugen. Vor einer Woche hatten regimetreue Heckenschützen auf diese Weise 53 Demonstranten getötet und über 240 verletzt. 


Quelle: AFP , dpa

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Arabische Welt: Blutiger Freitag in Syrien, Jordanien und Jemen" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Arabische Welt: Blutiger Freitag in Syrien, Jordanien und Jemen" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (11)

zum Forum

Thema: "Arabische Welt: Blutiger Freitag in Syrien, Jordanien und Jemen"

Betrachter schrieb: am 25. März 2011 um 21:44:50
(0) (0) Syrien – who is who?
Syrien ist eine Arabische Republik, arabisch ‏الجمهورية العربية السورية‎. Also bitte
Vorsicht mit der einseitigen Kritik... Übrigens Libyen nennt sich auch so ähnlich... Peinlich. Aber Ägypten war eine ganz ganz schlimme Diktatur. Dafür konnte jeder Steinwurf LIVE gezeigt werden, 24 Stunden lang. Und auch die DDR war SOZIALSTISCH DEMOKRATISCH...
mehr Kommentar melden

Dieter B. schrieb: am 25. März 2011 um 21:38:27
(0) (0) in Deutschland auch so
Wie wir alle haben sehen können gehen deutsche Sicherheitsbehörden ebenfalls rücksichtslos auf unbewaffnete
Demonstranten los. Die ganze Welt konnte sehen was in Stuttgart passiert ist. Jeder verurteilt heute wie wir mit unseren Senioren umgehen. In stuttgart wurde uns gezeigt wie man es noch besser machen konnte...
mehr Kommentar melden

Ludwigdervierzehnte schrieb: am 25. März 2011 um 21:20:02
(0) (0) und Jetzt ?
Muss die arme Nato dort auch Einschreiten ? Nein , wieso ? Was kommt noch alles ? Egal scxhicken wir noch paar Awacs nach
Afghanistan . Hauptsache es passiert was . Warum sind die aufeinmal alle so böse ? Fragen über Fragen . Wo ist die Kristallkugel ?
mehr Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr
Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

THW Simulator 2012
THW Simulator 2012 (Quelle: rondomedia)

Fahrzeuge bergen, Brücken bauen und mehr. Jetzt kaufen

Badeurlaub in Kroatien ab 572,- €/P.
Last Minute bei t-online.de Reisen (Quelle: t-online.de)

1 Woche im 4-Sterne- Hotel mit AI und Flug.

Klima & Umwelt
Der globale Klimawandel
CO2-Emmissionen der Industrie tragen zur Erderwärmung bei. (Quelle: Reuters)

Die Folgen der Erderwärmung für Mensch und Tier. Klima-Special


Shopping

Einkaufswelt
Große Schuhvielfalt
Neue Frühlings-Trends von zalando.de

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr

Einkaufswelt
Grills und Gartenkamine
Grills & Gartenkamine von plus.de

Jetzt aus über 150 Marken-Grills den passenden auswählen!
bei plus.de

Einkaufswelt
Mode von Laura Kent
Neue Frühlings-Trends von Laura Kent - bei WENZ

Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ



Aus anderen Bereichen

Heynckes: "Mit jedem Tag wird's schlimmer"
Jupp Heynckes hat die Niederlage gegen Chelsea noch nicht verarbeitet. (Quelle: imago)

Gerüchte um vorzeitigen Abschied. mehr

"Ich 'alte Ziege' noch einmal schwanger"
Schwanger mit 54: Isabella Baronin von Schorlemer und Ehemann Josef Laggner. (Quelle: WENN)

Dt. Baronin (54) erwar- tet Nachwuchs. mehr

Mit Zeitungstrick Fliegendreck beseitigen
Insektenreste können dem Lack schaden (Quelle: Hersteller)

Sauber ohne Chemie und Kratzer. mehr


Anzeigen

Anzeige
Anzeige
Einkaufswelt
Unglaubliche Ersparnis
Tiefpreise: Patronen für Canon-Drucker bei druckerzubehoer.de

Bis zu 92% auf Patronen für Canon-Drucker. von druckerzubehoer.de

Special
Die neuen Kriege
US-Soldaten beim Einsatz in Afghanistan (Quelle: Reuters)

Moderne Kriegsführung und moderne Waffen. mehr

Special
Islamische Welt in Aufruhr
Massenproteste im Maghreb: Die arabische Welt ist in Aufruhr (Foto: Reuters)

Aktuelles, Hintergründe, Analysen aus den Krisengebieten. mehr

Augenblicke
Fotos des Tages
Ein Haus steht im Bundesstaat Nevada in Flammen.  (Quelle: AP\Cathleen Allison)

Feuersbrunst hinterlässt Schneise der Zerstörung. mehr

Regionale Nachrichten
News aus Ihrer Region
Nachrichten aus Ihrer Region (Foto: imago)

Aktuelle Meldungen aus den Bundesländern. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Quiz
Rätseln Sie sich schlau!
(Montage: t-online.de)

Quiz bei t-online.de: Testen Sie Ihr Wissen. zur Quiz-Seite

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige