05.01.2008, 17:40 Uhr
Bei Bleivergiftungen im Zusammenhang mit Marihuana-Konsum wird das Blei über die Atemwege aufgenommen. Im Körper wird es im Prinzip in allen Geweben abgelagert. Der Knochen ist Hauptspeicher für Blei. Von hier wird das Blei noch über Jahrzehnte ins Blut und in die Weichteile freigesetzt. Da Blei nicht gut wasserlöslich ist, wird es ohne spezielle Medikamente sehr schlecht wieder ausgeschieden.
MarihuanaBleivergiftungen in Leipzig
Akute und chronische Bleivergiftungen
Es wird zwischen akuten und chronischen Bleivergiftungen unterschieden, die durch folgende Krankheitsbilder gekennzeichnet sind. Akute Bleiintoxikation: Blasse Hautfarbe, Magen-Darm-Beschwerden, schwere Bauchkrämpfe ("Bleikolik"), langsamer Puls, hoher Blutdruck. Chronische Bleivergiftung (nach steigender Blutbleikonzentration): Blutarmut (Bleianämie), Hirn-schädigung ("Bleidemenz"), Nervenschädigung, Zittern/Tremor, Muskelschwäche, Bleisaum am Zahnfleischrand, Nierenschädigung und bei sehr hohen Konzentrationen die gefürchtete Bleienzephalopathie mit Koma. In Extremfällen treten Todesfälle auf.
Quelle: t-online.de
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