09.01.2012, 14:53 Uhr
Die Bundesregierung will den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung stark einschränken. Noch in dieser Woche werde Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) im Bundeskabinett einen entsprechenden Entwurf zur Änderung des Arzneimittelgesetzes vorlegen, hieß es von Seiten des Ministeriums. Es bestätigte damit einen Bericht des "Hamburger Abendblatts". Den Plänen zufolge sollen die Bundesländer in einem Zug bessere Kontrollmöglichkeiten erhalten.
Zuletzt waren Fälle von möglichem Missbrauch von Antibiotika etwa bei der Hähnchenmast bekannt geworden. Antibiotika sollten künftig nur dann eingesetzt werden, wenn es gegen Tierkrankheiten absolut notwendig sei, sagte der Ministeriumssprecher dem "Hamburger Abendblatt". Dazu sei geplant, die Befugnisse der Kontroll- und Überwachungsbehörden der Bundesländer deutlich zu erweitern.
So ist geplant, den Behörden zu Monitoringzwecken einen erweiterten Zugriff auf die erfassten Abgabemengen von Antibiotika zu geben. Tierärzte sollten verpflichtet werden, auf Ersuchen der Überwachungsbehörden der Bundesländer alle Daten zur Abgabe und Anwendung von Antibiotika zusammengefasst zu übermitteln.
Das Ministerium appellierte an die Bundesländer, auch tatsächlich verstärkt zu kontrollieren. Der Bund sorge dafür, dass die zuständigen Landesbehörden ihre Überwachungsaufgaben noch effektiver, noch schneller und noch unbürokratischer erfüllen können, sagte der Ministeriumssprecher. "Die Länder sind nun gefordert, diese Möglichkeiten auch auszuschöpfen. Das Ziel, den Einsatz von Antibiotika deutlich zu reduzieren, ist nur erreichbar, wenn alle an einem Strang ziehen."
Quelle: AFP , dpa
Neumüscher schrieb:
am 9. Januar 2012 um 16:09:47
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gänzlich untersagen
Warum wird der Einsatz von Antibiotika nicht gänzlich untersagt. Damit würde sich nämlich ein weiteres Problem in der
Massentierhaltung von selbst lösen. Nämlich das Zusammenpferchen von Zuchttieren auf engstem Raum! Außerdem würde die damit einhergehende Reduzierung der Massenangebote zu Dumpingpreisen der Volksgesundheit dienen, wodurch langfristig die Kostenexplosion im Gesundheitswesen eingedämmt würde. Also Gewinn für alle, außer der Pharmalobby!
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Lenz schrieb:
am 9. Januar 2012 um 16:00:27
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Antibiotika
Wir Verbraucher tragen die Schuld an der Massentierhaltung und dem daraus resultierenden Antibiotikaeinsatz in diesem Umfang.
Aufklärung hilft kaum, das Billigste ist das am häufigsten Gekaufte. Nur Verbote zur Massentierhaltung helfen und Unterstützung der BIO-Bauern.
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Skat schrieb:
am 9. Januar 2012 um 15:24:54
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Tierhaltung:Bund will weniger Antibiotikaeinsatz
so lange es Massentierhaltung gibt, wird den Tieren und uns solches Gesetz nicht helfen. Wir
sollten behutsamer mit anderen Spezies umgehen. Dass sie nicht wie wir Menschen Gefühle zeigen, bedeutet es nicht, dass sie die nicht haben. Es wäre kluger weniger zu essen und Lebensmitteln nicht wegschmeißen. Dieser Wahnsinn wird irgendwann sich an uns Menschen rächen.
Einzige gefühllose Spezies sind die Menschen, das sollen wir auch Endlich zu geben!
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