09.02.2010, 23:00 Uhr
Al-Kaida-Kontaktmann Mamoun Darkazanli soll vom CIA gejagt worden sein (Foto: ddp)Die Hamburger Staatsanwaltschaft geht einem Bericht über einen angeblichen US-Mordplan gegen einen in der Hansestadt lebenden langjährigen Al-Kaida-Kontaktmann nach. Das potenzielle Opfer, Mamoun Darkazanli, lebt in Hamburg. Nach dem Bericht des US-Magazins "Vanity Fair" sollen Agenten des US-Geheimdienstes CIA 2005 an der Vorbereitung von Mordplänen gegen den Deutsch-Syrer beteiligt gewesen sein. Die Ermittlungsbehörde führt dazu seit Montag einen "allgemeinen Prüfvorgang unter dem Gesichtspunkt der Verabredung zu einem Verbrechen" durch, wie ein Sprecher sagte.
Für die Bundesanwaltschaft steht nach früheren Angaben fest, dass der Hamburger Kaufmann Darkazanli zwischen 1993 und 1998 Ansprechpartner verschiedener Al-Kaida-Verantwortlicher war und Mitglieder der Hamburger Terrorzelle um die Todespiloten des 11. September 2001 kannte. Die Ermittler sahen aber keine Anhaltspunkte dafür, dass Darkazanli die Attentäter unterstützt und in Deutschland eine Terrorzelle gegründet hat. Die Mitgliedschaft in ausländischen Terrorgruppen ist erst seit 2002 strafbar.
Quelle: dpa
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