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Auch Südpol-Eis schmilzt schneller - Ozeane steigen
02.12.2009, 10:53 Uhr
Riesiger Eisberg treibt in der Atka-Bucht der Antarktis: Der Klimawandel bedroht auch diese Kolosse (Foto: dpa)Nicht nur die große Eisfläche am Nordpol (also der Arktis), auch das Packeis der Antarktis am Südpol schmilzt nach der Berechnung von Wissenschaftlern in Folge des Klimawandels viel schneller als bislang angenommen. Dies könne dazu führen, dass der weltweite Meeresspiegel bis Ende des Jahrhunderts um bis zu 1,40 Meter ansteigen werde.
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Gefahr und Schutz
So steht es in einem aktuellen Bericht des Wissenschaftlichen Ausschusses für Antarktis-Forschung (SCAR), an dem mehr als 100 Forscher beteiligt sind. Die Wissenschaftler stellten zudem fest, dass ausgerechnet das Ozonloch über der Südhalbkugel der Erde, das eigentlich maßgeblich zur
Erderwärmung beiträgt, die Antarktis in den vergangenen Jahrzehnten vor einer schnelleren Erwärmung geschützt habe.
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Topt den Weltklimarat
Weil sich das Ozonloch im Laufe des Jahrhunderts wieder schließen soll, sei nun aber ein Temperaturanstieg von drei Grad zu erwarten, erklärte der Forschungsausschuss in dem 550 Seiten starken Bericht. Die Erwärmung der Meere wiederum führe dazu, dass das Packeis in der westlichen Antarktis viel schneller schmelzen werde als bislang angenommen. Der Meeresspiegel werde dadurch doppelt bis neunmal so hoch ansteigen wie der Weltklimarat (IPCC) bislang errechnet habe. Der Klimarat hatte bis zum Jahr 2100 mit einem Anstieg von bis zu 59 Zentimetern gerechnet.
Viele Gegenden unbewohnbar
Selbst bei einem mäßigen Anstieg würden etliche Inselstaaten unbewohnbar; an tiefliegenden Flussmündungen - wie etwa dem Mekong-Delta in Vietnam - würde der höhere Pegel verheerende Schäden für hunderte Millionen Menschen anrichten. Die SCAR-Forscher kamen in ihrem Bericht auch zu dem Schluss, dass der Gehalt an Treibhausgasen in der Luft höher ist als jemals zuvor in den vergangenen 800.000 Jahren. Demnach wird die Konzentration von Methan und Kohlendioxid (CO2), die hauptsächlich für die Erderwärmung verantwortlich gemacht werden, immer höher.
Quelle: AFP