Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Nachrichten > Ausland >

Anschläge in Israel: Luftwaffe setzt Bombardement auf Gaza fort

...

Israel setzt massives Bombardement auf Gazastreifen fort

19.08.2011, 09:05 Uhr

Israel bombardiert Gaza nach Anschlagsserie (Screenshot: ap) Israel bombardiert Gaza nach Anschlagsserie

Die israelischen Streitkräfte reagierten auf die tödlichen Angriffe mit Luftschlägen auf Ziele im Süden Gazas - mehrere Tote.

Nach den tödlichen Anschlägen im Süden Israels hat die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Freitag nach Medienberichten weitere Ziele im Gazastreifen attackiert. Wie der israelische Onlinedienst "Ynet" unter Berufung auf palästinensische Angaben schrieb, war es eine Welle von Angriffen, die sich gegen zahlreiche Ziele im Gazastreifen richtete. Vermutlich wurden bis zu sechs Menschen getötet, 18 seien verletzt worden. Unter den Toten soll sich nach palästinensischen Angaben ein 13-jähriger Junge befinden.

Wenige Stunden nach den blutigen Anschlägen im Süden Israels hatte die israelische Luftwaffe nach palästinensischen Angaben einen Angriff auf Ziele im Gazastreifen geflogen. Nach Angaben des Militärs seien in der Nacht weitere zwölf Ziele bombardiert worden. Zu den Zielen gehörten demnach unter anderem eine Waffenfabrik sowie Tunnel von Schmugglern.

Bei Rafah seien dabei sechs Menschen getötet worden, sagte ein Sprecher des medizinischen Notdienstes. Unter den Getöteten soll auch der Chef der besonders extremen Organisation "Volkswiderstands-Komitees" (PRC), Awab Airab, sein. Die israelischen Streitkräfte betonten, der Angriff habe einem PRC-Führer gegolten. Bei einem Luftschlag seien an der Grenze des Gazastreifens zu Ägypten auch ein Offizier der ägyptischen Armee und zwei Polizisten getötet worden, berichtete die ägyptische Zeitung Al-Ahram auf ihrer Internetseite unter Berufung auf das Militär. Mehrere Polizisten seien verletzt worden.

Unterdessen feuerten Extremisten aus dem Gazastreifen mindestens zehn Raketen auf Israel ab. Eines der selbst gebauten Geschosse sei am Morgen in eine Synagoge in der Hafenstadt Aschdod eingeschlagen, teilte die Armee mit. Drei Menschen seien verletzt worden. Die anderen Raketen schlugen nach diesen Angaben auf freiem Feld ein.

Acht Tote in Israel

Die Zahl der bei der Anschlagsserie im Süden Israels getöteten Israelis stieg nach offiziellen Angaben unterdessen auf acht. 31 Menschen wurden verletzt. Stunden nach den insgesamt vier Angriffen von Bewaffneten auf Reisebusse, Autos und ein Armeefahrzeug sei ein Polizist bei der Verfolgung der Attentäter erschossen worden. Bei den Anschlägen seien ein Soldat und sechs Zivilisten ums Leben gekommen.

Sicherheitskräfte hatten auch vier Attentäter getötet. Nach weiteren Tätern werde noch gesucht, hieß es. Bei einem der blutigsten Terrorakte seit Jahren wurden auch zahlreiche Menschen verletzt.

Regierungschef Benjamin Netanjahu warnte: "Wenn Terroristen denken, sie könnten Israel ungestraft angreifen, dann werden sie einen Preis zu zahlen haben, einen sehr hohen Preis". Verteidigungsminister Ehud Barak gab Ägypten eine Mitschuld an den Anschlägen. "Die Angriffe sind ein Beweis für die mangelnde Kontrolle der Ägypter auf der Sinai-Halbinsel und das Erstarken terroristischer Gruppen dort", hieß es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums. Die Drahtzieher der Anschläge säßen aber im Gazastreifen, schrieb Barak weiter. Israel werde mit aller Härte und Entschiedenheit reagieren.

Der palästinensische Spitzenpolitiker Saeb Erekat warnte Israel vor "unverantwortlichen Vergeltungsmaßnahmen". Israel dürfe die Zivilbevölkerung nicht kollektiv bestrafen.

Attentäter setzten Mörsergranaten ein

Beobachter sprachen angesichts der Eilat-Anschläge von einer neuen Dimension des Terrors. Die Attentäter hätten zunächst einen Reisebus nördlich des Badeortes am Roten Meer beschossen und seien dann geflohen. Kurz darauf seien am selben Straßenabschnitt ein zweiter Bus und zwei Privatautos unter Feuer genommen worden. Ein herbeigerufenes Armeefahrzeug sei auf eine Sprengfalle gefahren.

Den Erkenntnissen zufolge setzten die Attentäter auch panzerbrechende Waffen und Mörser ein, sagte Armeesprecher Joab Mordechai im Rundfunk. Die getöteten Angreifer hätten Sprenggürtel und Handgranaten getragen, die erst entschärft werden mussten.

Westerwelle: Friedenslösung nicht gefährden

Es handelte sich um den verheerendsten Terroranschlag in Israel seit dem 6. März 2008. Damals tötete ein arabischer Attentäter acht Studenten in einer jüdischen Religionsschule in Jerusalem. Die Serie von Anschlägen trifft Israel mitten in der touristischen Hochsaison. In der Urlauberhochburg Eilat am Roten Meer verbringen im August Zehntausende Menschen aus aller Welt ihre Ferien. Die südisraelische Stadt galt bislang als sicher.

Die USA, die Vereinten Nationen, Frankreich und Deutschland verurteilten die Anschläge scharf. Außenminister Guido Westerwelle warnte davor, sich von der Suche nach einer Friedenslösung für den Nahen Osten abbringen zu lassen. "Das schwierige Ringen um Frieden und Ausgleich im Nahen Osten darf nicht durch Terror und Gewalt torpediert werden."


Quelle: dpa , AFP

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Anschläge in Israel: Luftwaffe setzt Bombardement auf Gaza fort" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Anschläge in Israel: Luftwaffe setzt Bombardement auf Gaza fort" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (53)

zum Forum

Thema: "Anschläge in Israel: Luftwaffe setzt Bombardement auf Gaza fort"

Korrespondent schrieb: am 19. August 2011 um 21:19:44
(22) (9) Info
Der Angriff wurde im Gazastreifen durch das palästinenensische „Volkswiderstandskomitee“ (Popular Resistance Committees, PRC)
geplant.Die Terroristen, die die Überfälle ausführten, kamen aus Gaza und überquerten die Grenze über Schmuggler-Tunnel zur ägyptischen Halbinsel Sinai. Sie fuhren dann rund 200 Kilometer südlich entlang der ägyptisch-israelischen Grenze, bis sie eine Stelle etwa 15 Kilometer nördlich von Eilat erreichten, an der die Grenze nur durch einen Drahtzaun geschützt ist.
mehr Kommentar melden

Lisa schrieb: am 19. August 2011 um 21:17:00
(23) (15) Unter
den ermordeten Israelis waren 2 Kinder. Diese miesen Terroristen.

Kommentar melden

Flying Fox schrieb: am 19. August 2011 um 21:04:54
(15) (29) Israel
Sorry, aber ich kann nicht verstehen, wie ein Volk, dem es gestattet wurde, einen kleinen Teil in Palästina zu besiedeln, sich
derartig frech und irgendwie größenwahnsinnig ausbreitet und radikal gegen die "Ureinwohner" = Palästinenser vorgehen kann, ohne daß irgendein Land STOP sagt. Passiert etwas wie gerade jetzt, steht für die Israelis sofort fest, daß es die Palästinenser waren!?! Ich wollte mal im Kibbuz arbeiten, bin froh, daß es nichts geworden ist!
mehr Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Shopping

Einkaufswelt
Große Schuhvielfalt
Neue Frühlings-Trends von zalando.de

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr

Einkaufswelt
Mode von Laura Kent
Neue Frühlings-Trends von Laura Kent - bei WENZ

Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ

Einkaufswelt
Grills und Gartenkamine
Grills & Gartenkamine von plus.de

Jetzt aus über 150 Marken-Grills den passenden auswählen!
bei plus.de

Einkaufswelt
Trendmode aus Leinen
Trendmode aus Leinen von GERRY WEBER

Leicht, lässig und doch edel -
jetzt den Nature-Look entdecken! zum Special


Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

THW Simulator 2012
THW Simulator 2012 (Quelle: rondomedia)

Fahrzeuge bergen, Brücken bauen und mehr. Jetzt kaufen

Badeurlaub in Kroatien ab 572,- €/P.
Last Minute bei t-online.de Reisen (Quelle: t-online.de)

1 Woche im 4-Sterne- Hotel mit AI und Flug.


Aus anderen Bereichen

Heynckes: "Mit jedem Tag wird's schlimmer"
Jupp Heynckes hat die Niederlage gegen Chelsea noch nicht verarbeitet. (Quelle: imago)

Gerüchte um vorzeitigen Abschied. mehr

Mietnomaden soll es an Kragen gehen
Mietnomaden soll es an den Kragen gehen (Quelle: imago)

Regierung: Vermieter- Rechte stärken. mehr


Anzeigen

Anzeige
Anzeige
Einkaufswelt
Unglaubliche Ersparnis
Tiefpreise: Patronen für Canon-Drucker bei druckerzubehoer.de

Bis zu 92% auf Patronen für Canon-Drucker. von druckerzubehoer.de

Augenblicke
Fotos des Tages
Ein Haus steht im Bundesstaat Nevada in Flammen.  (Quelle: AP\Cathleen Allison)

Feuersbrunst hinterlässt Schneise der Zerstörung. mehr

Special
Die neuen Kriege
US-Soldaten beim Einsatz in Afghanistan (Quelle: Reuters)

Moderne Kriegsführung und moderne Waffen. mehr

Aus dem All
Satellitenbild der Woche

Wie Außerirdische die Erde sehen würden. zur Foto-Serie

Quiz
Rätseln Sie sich schlau!
(Montage: t-online.de)

Quiz bei t-online.de: Testen Sie Ihr Wissen. zur Quiz-Seite

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige