Die "IslamischeDschihad Union" (IJU) stammt ursprünglich aus Usbekistan. Sie unterhält enge Beziehungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida und operiert heute aus dem afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet heraus. Die Organisation gilt als bedeutende Anlaufstelle für muslimische Extremisten aus Deutschland.
Unter anderen sollen die mutmaßliche Terrorzelle im Sauerland und der als Terrorverdächtiger gesuchte deutsche Konvertit Eric Breininger Verbindungen zur IJU haben.
Seit 2005 auf Terrorliste der USA
Die "Islamische Dschihad Union"ist eine Splittergruppe der extremistischen Islamischen Bewegung von Usbekistan (IBU), die den Sturz des dortigen Präsidenten verfolgt. Erst im Frühjahr 2004 wurde die IJU durch eine Reihe von Selbstmordattentaten in Usbekistan bekannt, bei denen dutzende Menschen ums Leben kamen. Nach Angaben des US-Außenministeriums bestehen enge Verbindungen zwischen der Gruppe und Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden sowie Taliban-Führer Mullah Omar. Die USA setzten die IJU 2005 auf ihre Liste der Terrororganisationen.
Sauerland-Zelle gehörte zur IJU
Mehrere Islamisten aus Deutschland sollen in den Lagern der Organisation im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet ausgebildet worden sein. Anfang März 2008 soll der türkischstämmige Islamist Cüneyt C. aus Bayern im Auftrag der IJU einen Selbstmordanschlag in Afghanistan verübt haben. Auch die drei Männer, die im September 2007 im Sauerland festgenommen wurden, waren laut Generalbundesanwaltschaft IJU-Mitglieder. Sie sollen Anschläge auf US-Einrichtungen in Deutschland geplant haben.