01.04.2010, 08:10 Uhr | dpa
Kanzlerin Angela Merkel büßt Sympathiewerte ein (Foto: Reuters)
Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit der schwarz-gelben Koalition schadet einer Umfrage zufolge deutlich der Popularität von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im "Deutschlandtrend" der ARD sinkt die Zustimmung für die CDU-Chefin im Vergleich zum Vormonat um sieben Punkte auf 55 Prozent.
Das ergab eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der ARD-"Tagesthemen". Der wegen der Kundus-Affäre in der Kritik stehende Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) verliert sogar 14 Punkte auf 55 Prozent.
In der Sonntagsfrage kann die SPD mit plus drei Punkten auf 28 Prozent den Abstand zur CDU mit 35 Prozent (minus ein Punkt) weiter verringern. Das schwarz-gelbe Lager aus Union und FDP kommt auf den schlechtesten Wert seit Oktober 2006. Neben der CDU verliert auch die FDP zwei Punkte auf acht Prozent. Mit insgesamt 43 Prozent liegt Schwarz-Gelb deutlich hinter dem Oppositionslager von SPD, Linke (zehn/minus eins) und Grünen (14/unverändert), das auf 52 Prozent kommt.
Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung nimmt weiter zu. Drei Viertel der Deutschen (76 Prozent) sind mit der Arbeit von Schwarz-Gelb nicht zufrieden. Dies sind vier Punkte mehr als im Vormonat.
Vom Umfrage-Tief Merkels und Guttenbergs profitiert besonders Arbeitsministerin Ursula von der Leyen. Die CDU-Politikerin, die zuletzt eine Lösung im Konflikt um die Beibehaltung der Jobcenter präsentierte, führt mit 56 Prozent (minus zwei) die Liste der beliebtesten Parteipolitiker an.
Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) büßt gegenüber dem Vormonat erneut zwei Punkte ein und belegt mit einer Zustimmung von 23 Prozent den letzten Platz unter den abgefragten Spitzenpolitikern. Den höchsten Zugewinn erzielt mit zehn Punkten Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP). Er kommt auf eine Zustimmung von 34 Prozent, wie die Umfrage unter 1000 Wahlberechtigten ergab. Beliebter als alle Parteipolitiker ist unverändert Bundespräsident Horst Köhler, mit dessen Arbeit 73 Prozent der Bundesbürger zufrieden sind.
Die Signale aus der Koalition, wegen der leeren Kassen erst 2012 mit einer Steuerreform zu starten, betrachtet die große Mehrheit der Befragten skeptisch. Für den Fall, dass es im übernächsten Jahr noch finanziellen Spielraum geben sollte, wünschen nur zwölf Prozent der Deutschen Steuersenkungen. Knapp zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) meinen dagegen, für diesen Fall sollten mit dem Geld Schulden abgebaut werden. 23 Prozent plädieren dafür, mit dem Geld wichtige staatliche Aufgaben zu erfüllen.
Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap am Montag und Dienstag dieser Woche 1.500 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt. Die Fehlertoleranz beträgt 1,4 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 5 Prozent bis 3,1 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50 Prozent.
Quelle: dpa
arno schrieb:
am 1. April 2010 um 18:23:48
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regierung
war wähler dieser regierung,weil ich neues erhofft hatte,halte sie zwischenzeiltlich für total unfähig.
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Politolix schrieb:
am 1. April 2010 um 18:18:30
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Fr. Merkel
Sie bestimmen eigentlich den Kurs und legen die Richtlinien fest.Sie müssten dafür sorgen, dass es in den Ministerien
läuft,unser Land organisiert wirkt.Es reicht nicht , wenn man im Ausland eine gute Figur macht, wenn es in der Heimat brennt.Minister und Koalitionspartner gegeneinander arbeiten und ein Kräftemessen veranstalten.Sorgen Sie endlich für Diziplin und fordern sie Leistung ein.Einige im Kabinett sind fehl am Platz, weil überfordert!
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Manolo schrieb:
am 1. April 2010 um 18:13:52
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Merkel
War bislang CDU-Wähler. Der Auftritt von Merkel in der Türkei gegenüber Erdogan, vor dem sie eingeknickt ist und kleine Brötchen
gebacken hat, hat meine Entscheidung, diese Partei, auch bei der Wahl in NW, nicht mehr zu wählen, gefestigt. Wen ich wählen werde weiß ich wirklich nicht. Ich habe die Sch....gestrichen voll!!!
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