17.01.2012, 14:05 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Berlin (dpa) - Mit einem breit angelegten Dialog mit Experten und Bürgern sucht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Antworten auf die drängendsten Fragen Deutschlands.
Zum sogenannten Zukunftsdialog gehören nach Angaben aus Regierungskreisen drei Elemente: eine Gesprächsreihe mit 120 Experten, ein Bürgerdialog im Internet und "Town Halls" genannte Bürgerversammlungen. Dabei geht es um die Schwerpunkte "Wie wollen wir zusammenleben?", "Wovon wollen wir leben?" und "Wie wollen wir lernen?"
Ziel sei, über den Tag und die Legislaturperiode hinaus zu denken, hieß es. "Wir wollen einen Beitrag schaffen zu einer Gesellschaft, die den Durchbruch zu einem Denken von morgen schafft." Man wolle, dass das Land erfolgreich bleibe und gleichzeitig menschlich sei. Im Internet will die Kanzlerin vom 1. Februar an unter der Adresse www.dialog-ueber-deutschland.de den Kontakt mit Bürgern suchen.
Das Projekt wurde dem Vernehmen nach vom Kanzleramt gestaltet. Über die Planungen seien die Ministerien informiert, deren direkte Mitarbeit sei aber ebenso wenig vorgesehen wie die von Parteien oder Parlamenten.
In sechs Arbeitsgruppen pro Themenfeld wird über Fragen wie das Zusammenleben der Generationen, die Familie, Deutschlands Selbst- und Außenbild, eine zukunftsfähige Wirtschaft, nachhaltiges Wachstum und den demografischen Wandel diskutiert. Außerdem geht es um Bürgerbeteiligung, lebenslanges Lernen, die Integration bildungsferner Jugendlicher und digitale Kompetenzen.
Wenn für die Zeit bis 2020 entscheidende Weichen gestellt würden, müsse auch aus Fehlern in der Konstruktion der Europäischen Union gelernt werden, hieß es aus den Kreisen. Man wolle Fehler und Unzulänglichkeiten nicht erst hinterher wettmachen müssen. Die Bundesregierung habe Vorkehrung zu treffen, dass das Land nicht mehr ständig auf Pump lebe.
In sogenannten "Town Halls" will die Kanzlerin in drei Städten jeweils 90 Minuten lang mit je 100 Bürgern sprechen. Am 29. Februar geht es in Erfurt um die Frage "Wie wollen wir zusammenleben?" Am 14. März soll in Heidelberg über das Thema "Wie wollen wir lernen?" diskutiert werden, bevor am 28. März in Bielefeld mit der Frage "Wovon wollen wir leben?" der zweite Teil des Dialogs abgeschlossen werden soll.
Die 120 Experten haben in 18 Arbeitsgruppen ihren Dialog mit der Kanzlerin bereits im Herbst 2011 begonnen. Das Gespräch mit Wissenschaftlern und Praktikern aus Behörden oder anderen Teilen der Gesellschaft soll bis August abgeschlossen sein. Es mündet in ein Buch.
Quelle: dpa
Semmelrogge schrieb:
am 17. Januar 2012 um 17:23:59
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Merkel
Es fehlt der vierte Teil der Diskussionsserie: Wer bestimmt, wie wir leben werden.
Doch wohl nicht wir selbst, das machen schon
Banken, Maschmeyers, Großkonzerne, politische Hohlköpfe, strunzdumme Bürokraten und das organisierte Verbrechen. Die Kirche darf Halleluja dazu brüllen.
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Doris schrieb:
am 17. Januar 2012 um 15:45:53
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Zukunftsdialog
Unbedingt sollte dieser sich dem Problem der Neonazis in der gleichen Intensität dauerhaft gewidmet werden wie in den
vergangenen Wochen der BP Verfehlungen, die ja wohl in keiner Weise wirklich die Gesellschaft in Gefahr bringen. Es ist Aufgabe der Regierung, sich ernst- und dauerhaft dieses drängenden Problems anzunehmen. Es ist zu hoffen, dass sich dieser Thematik eine der avisierten Arbeitsgruppen lösungsorientiert annimmmt. Die letzten Ereignisse in Magdeburg sind alarmierend genug.
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Politolix schrieb:
am 17. Januar 2012 um 14:48:19
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WIE LEBEN UND LERNEN
Bei den Vorbildern aus der hohen Politik und Dank anderer VIP, dürfte es schwierig werden, wieder Werte wie Anstand
und Moral in unsere Gesellschaft zu integrieren.
Über die Art des Denkens von Morgen braucht es, angesichts zu erwartender Bildungsdefizite, nicht viel Überlegung.Das Leben wird für die meisten Menschen immer schwieriger, armseliger und von Gewalt bestimmt sein.Lernen wird zum Luxusgut,wobei man nicht sicher sein kann, ob es auch das Richtige ist,was einem vermittelt wird!
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