03.12.2011, 11:48 Uhr
In Norwegen sind erstmals wesentliche Teile von Polizeiverhören mit dem inhaftierten Massenmörder Anders Behring Breivik veröffentlicht worden. Demnach wollte der 32 Jahre alte Rechtsradikale bei seinen Anschlägen am 22. Juli das Regierungshochhaus mit dem Büro von Ministerpräsident Jens Stoltenberg zum Einsturz bringen. Nur weil er mit diesem Vorhaben scheiterte, brach er zur Insel Utoya auf, berichtete die Osloer Zeitung "VG".
Hier tötete der rechtsradikale Islamhasser 69 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Jugendlagers. Zuvor waren im Osloer Regierungsviertel acht Menschen durch die von ihm platzierte Autobombe gestorben. Ministerpräsident Stoltenberg war zum Zeitpunkt der Bombenexplosion allerdings nicht in seinem Büro. Er hatte es nach eigenen Angaben vorgezogen, zuhause an der Rede zu arbeiten, die er am nächsten Tag auf Utoya halten wollte.
Die Polizei wollte sich zu der Veröffentlichung nicht äußern. Redaktionschef Torry Pedersen schrieb über die Gründe: "Dies ist das erste Mal, dass die Öffentlichkeit Breiviks eigene Stimme und Wortwahl hört". Das sei ein wichtiges Element, um "Klarheit über den tatsächlichen Hergang zu bekommen". Vor der Polizei hat Breivik bisher bei 18 Verhören über 130 Stunden lang ausgesagt.
Im Visier des Massenmörders: Breivik hatte es auf die ehemalige norwegische Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland und den Vorsitzenden der sozialdemokratischen Jugend, Eskil Pedersen, abgesehen. (Quelle: dpa)Der "VG" zufolge gab Breivik an, er habe vor allem Norwegens frühere Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland sowie Außenminister Jonas Gahr Störe und den Vorsitzenden der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF, Eskil Pedersen, töten wollen. Diese habe er als "Verräter der Kategorie A" eingestuft. Breiviks Verteidiger Geir Lippestad wollte entsprechende Berichte nicht kommentieren.
Brundtland hatte am 22. Juli das Sommercamp der sozialdemokratischen Jugend auf Utoya besucht. Als Breivik auf die Insel kam, war sie jedoch bereits wieder abgereist. Auch Außenminister Störe sollte an jenem Freitag auf der Insel sein, sagte seinen Besuch nach dem Bombenanschlag in Oslo jedoch kurzfristig ab. Eskil Pedersen gelang es, während des Massakers von Utoya zu flüchten.
Angehörige der Opfer und Überlebende haben seit dem Sommer mehrfach kritisiert, dass Medien Breivik breiten Platz einräumen. Bei einem Haftprüfungstermin unterband der Richter den Versuch des Attentäters, eine "Erklärung" an anwesende Hinterbliebene und Überlebende abzugeben.
Quelle: dpa , t-online.de
blabla schrieb:
am 18. November 2011 um 18:35:03
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brevik
warum erhält so ein Individium solch eine Publicity in Deutschland? Zum kotzen
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Frau H. aus D schrieb:
am 18. November 2011 um 18:25:48
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Mörder
nur 10 min. mit den Angehörigen der Toten und es gibt keinen Prozess mehr !!!
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PDW schrieb:
am 18. November 2011 um 13:28:20
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breivik
Was ist möglich wenn gegenseitige Toleranz und Achtung in einer Gesellschaft mißachtet werden.77 Menschen,junge Menschen,werden
hingemordet.Keine Regierung beachtet die Regeln einer Zivilgesellschaft,wo der Mensch und nicht das Geld im Mittelpunkt stehen muß.Nicht nur der Mensch auch die Natur,die Lebensgrundlagen auf dieser Erde werden der Macht und des Reichtums Einzelner geopfert.Muß das sein,nein.
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