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Amoklauf Winnenden: Polizei ließ Amokschützen angeblich entkommen

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Polizei ließ Amokschützen angeblich entkommen

14.04.2009, 10:14 Uhr

Ein Polizist markiert die Einschusslöcher im Schaufenster des Autohauses, vor dem Tim K. starb (Foto: ddp) Ein Polizist markiert die Einschusslöcher im Schaufenster des Autohauses, vor dem Tim K. starb (Foto: ddp)

Beim Amoklauf von Winnenden ist es angeblich zu einer Polizeipanne gekommen sein. "Ein Polizeibeamter hätte den 17-jährigen Täter Tim K. bereits stoppen können, ehe dieser in das Autohaus in Wendlingen laufen konnte, berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" und beruft sich auf neue Ermittlungsergebnisse. Im Autohaus hatte Tim K. einen Verkäufer und einen Kunden erschossen.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart bestätigte den Tatablauf, wie ihn das Magazin geschildert hat. Von einer Panne könne man aber nicht sprechen, sagte er

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Foto-SerieAmoklauf in Winnenden

Schütze legte Waffe nieder

Unter Berufung auf Polizeiprotokolle schreibt das Magazin, dass Tim K. durch zwei Schüsse eines Beamten in die Beine getroffen worden sei. Wie Staatsanwaltschaft und die Polizei Waiblingen am Samstagnachmittag in einer detaillierten Erläuterung des Tathergangs weiter mitteilten, sei er der Aufforderung nachgekommen, die Waffe hinzulegen und die Hände zu erheben. Als sich der Polizist ihm näherte, habe Tim K. die Pistole ergriffen und wieder das Feuer eröffnet. Der Beamte sei in Deckung gegangen und habe mit weiteren Schüssen die Flucht verhindern wollen. Der 17-Jährige sei aber in den Eingangsbereichs des Autohauses gelaufen, den der Polizist nicht einsehen konnte, wie es hieß. Dort erschoss Tim K. zwei Männer. Drei Menschen hätten aus dem Gebäude fliehen können. Die Staatsanwaltschaft erklärte dazu, dass der Polizeibeamte sich sehr weit - etwa 25 bis 50 Meter - von dem Amokläufer befunden habe, als dieser wieder aufgestanden sei.

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Kreidespuren zeigen den Umriss des Amokläufers Tim K. vor einem Autohaus in Wendlingen am Neckar (Foto: dpa) Kreidespuren zeigen den Umriss des Amokläufers Tim K. vor einem Autohaus in Wendlingen am Neckar (Foto: dpa)

Polizistin immer noch im Krankenhaus

Bislang war berichtet worden, dass es zum Schusswechsel mit der Polizei kam, nachdem Tim K. im Autohaus die zwei Männer erschossen hatte. Demnach ging er zurück in das Geschäft und schoss durch die Glasscheibe auf die Streifenwagen. Dann habe er das Autohaus durch einen Hinterausgang verlassen und weiter geschossen. Eine 37-jährige Polizeibeamtin und ihr 38-jähriger Kollege wurden schwer verletzt. Die Frau liegt nach Angaben des Magazins nach zwei Operationen noch immer im Krankenhaus.

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Staatsanwaltschaft bestätigt Bericht

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, der von "Focus" dargestellte Ablauf treffe zu und ergebe sich insbesondere aus der Auswertung der Zeiten des polizeilichen Funkverkehrs, der Videokamera-Überwachung und der Luftbeobachtung der Polizeihubschrauber-Staffel. Die Auswertung der Daten sei umfangreich und zeitaufwändig gewesen. Auch sei man im Laufe der Ermittlungen mit weiteren Informationen an die Öffentlichkeit zurückhaltend gewesen.

Schüler erschoss 15 Menschen

Der Amokläufer Tim K. hatte in einer Schule in Winnenden sowie in Wendlingen insgesamt 15 Menschen erschossen, bevor er sich selbst richtete. Über sein Motiv gibt es bis heute keine Klarheit.



Quelle: dapd , dpa

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