05.10.2010, 15:09 Uhr
Der Amokläufer von Winnenden hat seine Opfer nach Aussage eines Gutachters nicht mit gezielten Schüssen getötet. Das erklärte der rechtsmedizinische Sachverständige Heinz-Dieter Wehner im Prozess gegen den Vater des 17-jährigen Tim K. vor dem Landgericht Stuttgart.
Viele seiner Opfer seien zwar sofort tot gewesen, die Getöteten zeigten aber Schusswunden an ganz unterschiedlichen Körperstellen auf, sagte der Rechtsmediziner, der die Leichen von sechs Menschen untersucht hat. Demnach habe Tim K. zwei Schülerinnen in den Rücken und eine Lehrerin sowohl in den Brustbereich als auch in den Rücken geschossen. Ein Schüler wurde hingegen mit einem Kopfschuss getötet.
Wehner zufolge hängt dies womöglich mit der Situation in den Klassenzimmern zusammen, als der Täter hineinkam. So hätten viele der Opfer offenbar gesessen und seien völlig überrascht gewesen, als die tödlichen Schüsse fielen. Einen Zusammenhang zwischen der Art der Schussverletzungen und dem Geschlecht der Opfer konnte Wehner nicht erkennen. Auch der Tod des Autoverkäufers in Wendlingen wenig später spricht Wehner zufolge dafür, dass der Amokläufer nicht gezielt auf bestimmte Körperstellen schoss. So sei das 36-jährige Opfer mit insgesamt elf Schüssen, zumeist im linken Brustbereich, getötet worden.
Zum Tod des Amokläufers selbst bestätigte der Rechtsmediziner die Ergebnisse der Kriminalpolizei, wonach Tim K. infolge eines Kopfschusses starb. Dies sei ein "aufgesetzter Nachschuss" gewesen, sagte Wehner. Zwar konnte er keine direkten Folgerungen auf den geistigen Zustand des Täters ziehen. Seiner Erfahrung nach seien Täter in einer solchen Situation "geistig nicht richtig strukturiert".
Beim Amoklauf von Winnenden und Wendlingen am 11. März 2009 tötete der 17-jährige Tim K. insgesamt 15 Menschen und verletzte 13 weitere. Sein Vater muss sich seit dem 16. September vor Gericht verantworten, weil er die Tatwaffe unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt und nicht wie vorgeschrieben weggeschlossen haben soll. Die Angehörigen der Opfer hoffen auf eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung.
Quelle: dapd
zwerg1 schrieb:
am 5. Oktober 2010 um 17:12:35
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@wischka 16:03
deinem komentar gebe ich völlig recht. es wird dadurch niemand mehr lebendig, und der vater hat seine eigenen probleme mit
dem er sich auseinandersetzen muss. sein leben ist ja eh schon kaputt. andere geegnd, anderer name etc. traurig was passiert ist, aber der vater hat keine schuld an den toden. hoffe dies sieht das gericht auchso. und hoffendlich bald. dann hat diese schimpferei und vorurteile endlich ein ende.
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wischka schrieb:
am 5. Oktober 2010 um 16:03:00
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Winnenden
Ich denke Tim hätte irgendwie sich eine Pistole verschafft,wenn er im Schützenverein war. Siehe "Eislingen"
Die Eltern tun mir
auch leid,haben Kind verloren und sind lebenslang damit konfrontiert.Es ist traurig für die Angehörigen der Opfer,aber die Eltern von Tim sind genauso gestraft.Man sollte sie nicht "nur" verurteilen davon wird auch niemand mehr lebendig !Oft auch nur blinder Hass.
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